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Mietminderung - Müll, Schmutz im Hausflur, Treppenhaus

Küchenabfälle in Mülltüten, Abfall, Dreck im Hausflur, Bauschutt im Treppenhaus - dies müssen Mieter nicht hinnehmen, wenn es sich um einen unzumutbaren Zustand handelt.

Müll im Hausflur - Was ist zumutbar, was nicht?

Wenn mal Mülltüten vor einer Wohnungstür für kurze Zeit stehen, dann ist davon auszugehen, dass dies für andere Mieter zumutbar ist. Würden aber Mülltüten mit stinkenden Lebensmittelresten für ein paar Tage abgestellt, Fliegen und anderes Ungeziefer angezogen, dann ist dies nicht mehr zumutbar und eine Mietminderung ist möglich.  

Müll, Schmutz in einem Treppenhaus - Mietminderung kann möglich sein 

Ein Gericht muss im Falle eines Rechtsstreits bewerten, ob es sich bei solchen Mängeln um eine nicht hinzunehmende Beeinträchtigung handelt. In Frage kommt eine Beweisaufnahme vor Ort, aber auch Zeugen und die Beschreibung, warum der Mangel unzumutbar ist. Ein Gericht versucht sich dann daran zu orientieren, was einem durchschnittlichen Menschen zumutbar ist, wie hoch der Grad der Verschmutzung ist und eventuell noch als "sozialadäquates Verhalten" hinzunehmen wäre. 

Hinweis

Das Treppenhaus, der Hausflur gehören nicht direkt zur vermieteten Wohnung. Eine Mietminderung fällt daher in der Regel nicht hoch aus. Wenn eine massive Beeinträchtigung vorliegt (z.B. immer wieder erhebliche Geruchsbelästigungen), dann kann eine Mietminderung bis zu 10 Prozent möglich sein.  

Vermieter auffordern, für die Beseitigung von Müll im Treppenhaus zu sorgen

Wenn eine Mietminderung durchgesetzt werden soll, dann sollte der Vermieter immer zunächst aufgefordert werden, für die Müllbeseitigung innerhalb einer angemessenen Frist zu sorgen. Wenn die Belästigung sehr stark ist, dann kann die Frist relativ kurz bemessen sein. 

  • Vorsicht, wenn Sie wegen solcher Mängel einen Minderungsbetrag von der Miete abziehen wollen. Mietrückstände können zu einer Kündigung führen. Sicherer ist die Zahlung unter Rückforderungsvorbehalt.
Hinweis

Sie müssen als Mieter beweisen, dass die von Müll ausgehende Belästigung erheblich ist. Sorgen Sie für Zeugen, machen Sie Fotos. Schreiben Sie ein Protokoll, worin Sie festhalten, wann Müll abgestellt wird, wie lange der Müll steht. Gut ist, wenn andere Nachbarn Zeugen sind und diese das Protokoll unterschreiben.


Redaktion

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