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Lärm, Ruhestörung durch Einzug, Umzug - sind Ruhezeiten einzuhalten?

Manchmal ist Lärm nicht unbedingt vermeidbar. Dies insbesondere dann, wenn ein Umzug oder Einzug gemacht wird.

Lärm durch Einzug des neuen Mieters, Auszug des bisherigen Mieters

Ein neuer Nachbar zieht ein, der bisherige aus: Regale werden aufgebaut, abgebaut, Schränke demontiert oder zusammengebaut. Lärm ist selten vermeidbar. 

  • Der Lärm, der durch Sägen, Hämmern, Bohren und Schrauben bei einem Auszug oder Einzug entsteht, ist von anderen Mietern aber zu dulden. 
Hinweis


  • Bei Einzug oder Auszug ist der tagsüber an Werktagen entstehende (kurzfristige) Lärm von anderen Mietern hinzunehmen, da dieser unvermeidbar ist.
    Ruhezeiten müssen daher nicht eingehalten werden, sollten aber möglichst vermieden werden. 
  • Der Samstag ist ein normaler Werktag.
  • Führt eine Spedition oder ein anderer Dienstleister im Auftrag des Mieters den Umzug aus, dann muss sich die Firma nicht an die üblichen Ruhezeiten halten, aber die Nachtruhe ist einzuhalten.

Lärm durch Umzug an einem Sonntag, Feiertag

Es nicht gestattet, einen Umzug an einem Feiertag oder an einem Sonntag durchzuführen.

Eine Ausnahme von dieser grundsätzlichen Regel könnte eventuell bestehen, wenn nachgewiesen werden könnte, dass der Umzug unbedingt durchgeführt werden muss, kein Aufschub möglich ist. Dies könnte z.B. bei einem Schadensereignis in Frage kommen.

Nächtlicher Lärm durch Einzug oder Auszug aus der Mietwohnung ist nicht erlaubt

Die nächtliche Ruhezeit ist immer einzuhalten.

  • Der einziehende bzw. der ausziehende Mieter muss die lärmenden, ruhestörenden Tätigkeiten so planen, dass solche Arbeiten außerhalb der nächtlichen Ruhezeit stattfinden.
Hinweis


Wenn Sie dringend Ruhe und Schlaf brauchen:

  • Ist nächtlicher Lärm sehr stark, dann sprechen Sie mit Ihrem Nachbarn.
  • Hilft das nicht, dann bleibt nur die Möglichkeit die Ruhestörung zur Anzeige zu bringen. 

Bedenken Sie, dass eine gute nachbarschaftliche Beziehung mit einem neuen Nachbarn gleich sehr belastet wird, vielleicht sogar dann unmöglich ist.


Redaktion


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