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Vermieter verlangt regelmäßig die Fenster zu putzen, alle 6 Monate

Es kommt vor, dass Mietverträge eine Formularklausel enthalten, mit der verlangt wird, dass ein Mieter / eine Mieterin in regelmäßigen Zeitabständen die Fenster der Wohnung putzen soll. Eine solche Regelung, dass der Mieter z.B. alle sechs Monate die Fenster der Wohnung putzen soll, muss nicht beachtet werden.

Mieter haben in der Regel keine Pflicht, regelmäßig die Fenster der Mietwohnung zu putzen 

Eine solche Pflicht, in regelmäßigen Abständen die Fenster zu putzen, kann nicht wirksam begründet werden. Allein die Tatsache, dass seit dem letzten Fensterputz sechs Monate vergangen sind, reicht nicht dafür aus, dass der Vermieter verlangen kann, erneut zu putzen.

  • Etwas anderes ist es, wenn Sie z.B. durch Renovierungsarbeiten in der Wohnung Farbspritzer auf den Fenstern hinterlassen haben - die sollten Sie möglichst bald beseitigen.

Ansonsten reichen während des Mietverhältnisses der reine Zeitablauf und die übliche Verschmutzung von Fenstern nach einiger Zeit nicht dafür aus, dass Sie zum Putzen verpflichtet werden können.

Fenster putzen bei Rückgabe der Wohnung?

Farbspritzer auf den Fensterscheiben sollten Sie jedenfalls beseitigen, bevor Sie die Wohnung zurückgeben. Das könnte sonst als Verschlechterung der Mietsache angesehen werden.

Hingegen müssen die Fensterscheiben bei der Rückgabe der Wohnung nicht frisch geputzt sein. Die Vertragsklausel, dass "besenrein" zu übergeben ist, umfasst nicht, dass Fenster geputzt werden müssen.


Redaktion


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