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Wohnungssuche mit Makler - Bearbeitungsgebühren unzulässig

Wenn der Makler von Mietinteressenten eine Vermittlungsgebühr oder eine Bearbeitungsgebühr verlangt, ist das erlaubt?

Makler verlangt von Mietinteressenten, Wohnungssuchenden Bearbeitungsgebühren

Das Gesetz zur Regelung der Wohnungsvermittlung enthält in § 2 die eindeutige Bestimmung:  
..."Der Wohnungsvermittler darf vom Wohnungssuchenden für die Vermittlung oder den Nachweis der Gelegenheit zum Abschluss von Mietverträgen über Wohnräume kein Entgelt fordern, sich versprechen lassen oder annehmen..." 

  • Anders ist dies nur, wenn zwischen Makler und Wohnungssuchenden ein Maklervertrag zur Vermittlung einer Wohnung geschlossen wird - 
  • dann können bei einer erfolgreichen Vermittlung Maklergebühren entstehen, wenn der Makler für die Vermittlung der Wohnung vom Eigentümer / Vermieter keinen Auftrag hatte - 
  • hatte der Makler einen Auftrag zur Vermittlung vom Vermieter / Eigentümer, dann hat der Auftraggeber die Maklergebühren zu zahlen, nicht der Wohnungssuchende.

Wohnungssuchender klagt auf Rückerstattung einer an Makler gezahlten Gebühr

Ein Wohnungssuchender klagte auf Rückerstattung der gezahlten Bearbeitungsgebühr in Höhe von 200 Euro plus Mehrwertsteuer. Das Amtsgericht Oldenburg (Urteil v. 19.06.2018, AZ 7 C 7485/17) hat den Makler zur Rückzahlung verurteilt. 

  • Auch wenn die „Bearbeitungsgebühr“ als individuelle Vereinbarung zwischen Mietinteressenten und Makler formuliert ist, so handelt es sich trotzdem um eine unzulässige Vermittlungsgebühr, so das Gericht.
Hinweis

Wenn Wohnungssuchende an einen Makler ähnliche Gebühren bezahlt haben:

  • Die Rückforderung ist auch nachträglich noch möglich. Der Anspruch auf Rückzahlung verjährt nach drei Jahren.



Redaktion


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