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Neue Mietwohnung - Mängel, Schäden bei Einzug in die Wohnung

Wenn man als Mieter bei der Besichtigung oder der Wohnungsübergabe, bei Einzug feststellt, dass die neue Mietwohnung nicht in Ordnung ist, Mängel hat, dann sollte man darauf achten, dass man mit dem Vermieter vereinbart, dass er diese beseitigt.

Neue Mietwohnung - gemietet wie gesehen, wie besichtigt

Trifft man keine Regelung zur Mängelbeseitigung, ist eine Vereinbarung mit dem Vermieter zur Mängelbehebung nicht möglich, 

  • dann hat man offensichtlich erkennbare unwesentliche Mängeldie den Gebrauch der Wohnung nicht einschränken, akzeptiert, den Zustand der Wohnung insoweit als vertragsgemäß anerkannt. 

Der Vermieter ist später dann nicht zur Reparatur verpflichtet. Auch eine Mietminderung kann dafür nicht durchgesetzt werden. 

Die Folge: Solche Mängel können dann nur auf eigene Kosten behoben werden oder man muss damit leben.

Unwesentliche Mängel bei Einzug in die neue Mietwohnung

Unwesentliche Mängel sind z.B.: 

- Teppich mit Flecken, 

- Kratzer auf Fliesen, 

- gesprungene Bodenfliese oder Wandfliese, 

- kleiner Riss im Laminatboden, 

- Kratzer auf der Küchenarbeitsplatte usw.

Solche Mängel sind vom Mieter als vertragsgemäßer Zustand auch anerkannt, wenn ein Übergabeprotokoll unterschrieben wird, in dem steht: 

„Die Räume werden wie am ... gesehen übergeben“

Wenn das Übergabeprotokoll keine solche Klausel enthält, dann steht oft schon im Mietvertrag eine ähnliche Klausel, die auch z.B. so lauten kann:  

"Die Wohnung wurde am ... vom Mieter eingehend besichtigt, der Mieter erkennt den vertragsgemäßen Zustand der Wohnung an."

Hinweis

Sie sind übrigens nicht verpflichtet, ein Protokoll zu unterschreiben

Wesentliche Mängel in der neuen Wohnung hat immer der Vermieter zu beheben

Würde es sich aber um wesentliche Mängel handeln (z.B. eine feuchte Wand), dann hätte der Vermieter, auch wenn solch ein Mangel bei der Wohnungsübergabe / Besichtigung erkennbar war, die Pflicht zur Mangelbeseitigung, und zwar auch dann, wenn im Mietvertrag geregelt wäre, dass der Vermieter anfängliche Mängel nicht beseitigen muss. 

Hinweis

Sie müssen dann den Vermieter schriftlich auffordern, dass der Mangel innerhalb einer angemessenen Frist zu beseitigen ist. Kommt der Vermieter der Aufforderung nicht nach, dann könnte bei einem erheblichen Mangel die Miete gemindert werden, die Beseitigung des Mangels kann durchgesetzt werden, auch eine Ersatzvornahme für die Behebung des Mangels kann in Betracht kommen.

Im Wohnungsübergabeprotokoll Mängel der neuen Wohnung festhalten

Achten Sie darauf, dass in einem Übergabeprotokoll bei Mietbeginn alle (offensichtlichen) Mängel festgehalten sind. 

Wird zusammen mit dem Vermieter kein solches Protokoll erstellt, dann sollte mit einem Zeugen selbst ein Wohnungsübergabeprotokoll, 

gemacht werden, worin die Mängel aufgeführt sind und man sollte auch Fotos machen. 

  • Das Protokoll sollte dann vom Mieter und vom Zeugen unterschrieben werden. 

Hinweis


Sind offensichtliche Mängel zum Einzug nicht dokumentiert, dann kann es sein, dass bei einem späteren Auszug der Mieter dafür haften muss. 

LESETIPP: Nicht beweisbar, dass Schäden schon beim Einzug vorhanden waren

Wenn Schäden in der Wohnung vor dem Einzug nicht zu erkennen waren

Sogenannte "verdeckte" Mängel sind immer die Angelegenheit des Vermieters.

  • Das kann z.B. das Auftreten von Schimmel betreffen, wenn die von Schimmel betroffene Wand nur überstrichen war, zuvor der Schimmel nicht fachgerecht beseitigt wurde.
  • Auch wenn man z.B. nach dem ersten Bad feststellt, dass das Badewasser kaum abläuft, mit einfachen Haushaltsmitteln die Verstopfung nicht beseitigt werden kann, dann muss der Vermieter diese beseitigen.

Redaktion

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