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Reparatur - Wie oft müssen Mieter Handwerker in die Wohnung lassen?

Wenn vom Vermieter ein Handwerker beauftragt ist, einen Mangel zu beseitigen, eine Reparatur auszuführen, muss der Mieter ihn wenn nötig auch mehrfach dafür in die Wohnung lassen.

Hinweis

Als Mieter dürfen Sie nicht die Beseitigung eines Mangels unmöglich machen. Sie haben zwar keine weitgehende Mitwirkungspflicht, müssen z.B. nicht für Baufreiheit sorgen, die entsprechenden Bereiche frei räumen. Aber Sie müssen mt dem Handwerker Termine vereinbaren und ihn zum vereinbarten Termin auch einlassen.

Erfolglose Reparaturen - wie oft muss der Mieter weitere Arbeiten durch Handwerker zulassen?

Sie haben sich für den Termin frei genommen oder jemanden zur Beaufsichtigung bestellt. Der Handwerker kommt nicht. Oder er kommt zwar, hat aber die Werkzeuge oder die Materialien nicht dabei. Oder er wird während der Arbeit weggerufen. Oder er stellt während der Arbeit fest, dass noch weitere Arbeiten erforderlich sind.

  • Jedenfalls sollten Sie davon (nachweisbar) den Vermieter informieren. Der muss wissen, dass man sich auf diese Handwerker vielleicht nicht verlassen kann.
  • Manchmal gibt es aber auch wichtige Gründe für mehrfachen Einsatz. Die Ursache des Mangel soll ja möglichst am Ende auch fachgerecht behoben sein.
  • Verlangen Sie vom Vermieter, dass er nachdrücklich für die Einhaltung der Termine sorgt.
    Im Extremfall gibt es die Möglichkeit, gegenüber dem Vermieter weitere Arbeiten abzulehnen und anzukündigen, dass Sie nun selbst die Arbeiten in Auftrag geben (Ersatzvornahme).
    Das ist aber immer mit hohem Risiko verbunden.

Am Ende müssten Sie nachweisen, dass der Handwerker schuldhaft Ihre Zeit verschwendet hat, es keine sachlichen Gründe gab dafür, dass er nochmal kommen musste.

Zeitlicher Aufwand des Mieters - Mieter kann Aufwendungen ersetzt verlangen

Besser ist es, festzuhalten, was der Handwerker zur Begründung sagt, möglichst einen Zeugen dazuzuholen, und darauf zu bestehen, dass eine genaue neue Terminvereinbarung getroffen wird. Denn der Vermieter ist verpflichtet, Ihnen die Aufwendungen zu erstatten, die Sie haben, auch wenn ihn daran kein Verschulden trifft.

  • Das ist einfach, wenn Sie jemanden beauftragen, die Arbeiten zu überwachen, weil Sie nicht da sein können, und diese Person dafür bezahlen.
  • Eigener Zeitaufwand kann auch erstattet werden. Es ist aber immer unklar, in welchem Umfang. Manche Richter meinen, man müsse sich einfach frei nehmen, andere halten wenigstens einen geringen Stundensatz für angemessen.

Schadenersatz kaum durchsetzbar

Darüber hinausgehend kann Schadenersatz, z.B. wegen Arbeitsausfalls, meist nicht durchgesetzt werden. Sie müssten dafür nicht nur den genauen Schaden (z.B. entgangenen Gewinn) nachweisen, sondern auch, dass er genau durch diese Termine entstanden ist, und dass den Vermieter ein Verschulden daran trifft.


Redaktion


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