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Verstopfung Abfluss, Rohr - Zahlt Mieter oder Vermieter die Kosten?

Abflussverstopfungen, Störungen der Abwasserleitungen sind nicht selten. Leicht kommt es zu Streit, ob der Vermieter oder der Mieter die Kosten für die Beseitigung von Störungen zu zahlen hat.

Wenn Sie als Mieterin oder Mieter die Rohrverstopfung nicht mit normalen Haushaltsmitteln beseitigen können, müssen Sie möglichst bald den Vermieter informieren, und zwar nachweisbar, und ihn mit einer kurzen Fristsetzung zur Beseitigung auffordern.

Vermieter reagiert nicht, beseitigt die Verstopfung nicht

Reagiert der Vermieter nicht auf Ihre nachweisbare schriftliche Mängelanzeige, dann kommt auch die sogenannte Ersatzvornahme in Betracht - Sie selbst können dann den Auftrag zur Beseitigung der Verstopfung einer Fachfirma erteilen: 
Ersatzvornahme - als Mieter Mängel beseitigen, Reparatur beauftragen 

Bei einer Verstopfung, Austritt von Schmutzwasser, Fäkalien - Notdienst beauftragen?

Kommt es zum Austritt von Schmutzwasser oder gar Fäkalien, und der Vermieter sorgt nicht umgehend für Abhilfe, kommt auch in Betracht, dass Sie selbst für eine Notreparatur sorgen:
Als Mieter Notdienst mit Reparatur, Mängelbeseitigung beauftragen .

Wer muss die Kosten einer Verstopfung, Reparatur des Abflusses, eines Rohres bezahlen?

Grundsätzlich ist der Vermieter verpflichtet, Verstopfungen zu beseitigen, den Auftrag dafür zu erteilen. Es handelt sich um Kosten der Instandhaltung / Instandsetzung: 
Vermieter muss Mietwohnung instandhalten und instandsetzen 

Hinweis

Nur wenn der Vermieter beweisen kann, dass ein Mieter die Verstopfung schuldhaft verursacht hat, dann kann der Vermieter die Kosten der Schadensbeseitigung vom Verursacher zurückholen.

Ein solcher Nachweis ist schwierig, kann nur gelingen, wenn ein unsachgemäßer Gebrauch der Abflussleitungen einem Mieter eindeutig zugeordnet werden kann. 

Im Mietvertrag steht, der Mieter ist für die Beseitigung von Verstopfungen verantwortlich

Regelungen in Formularmietverträgen, dass der Mieter die Kosten der Beseitigung einer Verstopfung zu tragen hat, sind unwirksam - Mieter wären über eine solche Klausel unangemessen benachteiligt. 

Lesetipp

Kann es sich um eine eine sogenannte Individualvereinbarung handeln?

Es kommt immer wieder zu Verstopfungen eines Abflusses in der Mietwohnung

Der Vermieter muss dafür sorgen, dass die Ursache festgestellt und beseitigt wird.

Macht der Vermieter dies nicht, und kommt es z.B. durch die Nichtbeseitigung der Ursache (z.B. auch verkalkte Abflüsse) über austretendes Brauchwasser (Rückstau, Wasseraustritt, Austritt von Fäkalien) in der Wohnung des Mieters zu einem Schaden an Sachen, Eigentum des Mieters, dann können Sie Schadenersatz gegen Ihren Vermieter geltend machen, auch z.B. Aufwendungsersatz für entstandene Reinigungskosten fordern.

Hinweis


Achten Sie darauf, dass Sie den Ihnen entstandenen Schaden beweisen können, einen Zeugen haben, Fotos machen.

  • Melden Sie einen solchen Schaden Ihrer Hausratversicherung, vorsorglich auch der Haftpflichtversicherung.

Mietminderung bei Verstopfung von Rohren, Abflüssen

Wenn Sie wegen einer anhaltenden Verstopfung z.B. die Küche oder das Bad nicht mehr nutzen können, dann ist eine Mietminderung möglich: 
Mietminderung wegen Mängeln, was beachten? 


Redaktion


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