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Gerüst am Haus als Mangel der Mietwohnung

Wenn der Vermieter an der Hausfassade ein Gerüst aufbauen lässt, ist das erst einmal ein Mangel der Mietwohnung.

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Die Wohnung wird verdunkelt (erst recht, wenn Planen über dem Gerüst befestigt werden), das Lüften der Wohnung wird erschwert, Handwerker auf dem Gerüst können in die Wohnung einsehen, und für den Mieter entsteht eine erhöhte Einbruchsgefahr. Ob der Mieter die Beseitigung dieses Mangels - also den Abbau des Gerüsts - verlangen kann, hängt davon ab, ob es sich bei den vom Vermieter beabsichtigten Fassadenarbeiten um eine ordnungsgemäß angekündigte Instandsetzungsmaßnahme oder ordnungsgemäß angekündigte Modernisierungsmaßnahme handelt. 

Liegt eine rechtzeitige und korrekte Ankündigung vor, so muss das Gerüst hingenommen werden.

Ob der Mieter die Beseitigung dieses Mangels - also den Abbau des Gerüsts - verlangen kann, hängt davon ab, ob es sich bei den vom Vermieter beabsichtigten Fassadenarbeiten um eine 

oder eine 

Liegt eine rechtzeitige und korrekte Ankündigung vor, so muss das Gerüst hingenommen werden. 

Ist der Gerüstaufbau aber überhaupt nicht, verspätet angekündigt oder ohne Begründung seitens des Vermieters erfolgt, kann der Mieter verlangen, dass das Gerüst wieder abgebaut wird. Manche Gerichte entscheiden dies sogar im Wege einer einstweiligen Verfügung.

Hinweis

Da ein solches gerichtliches Verfahren risikoreich ist, sollten Sie nicht auf eigene Faust vorgehen, sondern Rechtsrat einholen.

Grundsätzlich kann auch ein Anspruch auf Mietminderung bestehen.

Tipp

Falls Sie eine Hausratversicherung haben, benachrichtigen Sie bei Aufbau eines Gerüsts die Versicherung über die erhöhte Einbruchsgefahr, um ggf. Ihren Versicherungsschutz nicht zu gefährden.


Redaktion

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