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Mietwohnung - Teppichboden, Bodenbelag verbraucht, abgenutzt

Wenn die Wohnung mit einem Teppichboden (oder einem anderen Bodenbelag) angemietet wurde, 

  • der Bodenbelag vertraglich mitvermietet ist, 

dann können Mieter den Austausch eines alten Teppichbodens gegenüber dem Vermieter beanspruchen. 

  • Voraussetzung ist, dass der Boden sich durch eine normale Abnutzung im Laufe der Zeit verbraucht hat.

Hinweis

Eine Schwierigkeit dabei ist, dass der Mieter den Nachweis führen muss, dass der in der Wohnung verlegte Teppichboden Vertragsbestandteil bei Anmietung der Wohnung war - dies wird von Vermieterseite gerne mal bestritten. 

Anspruch des Mieters auf Austausch eines Teppichbodens durch Vermieter

Ob ein Bodenbelag Vertragsbestandteil ist, kann sich direkt aus dem Mietvertrag ergeben. Dort ist dann ein Teppichboden als z.B. "mitvermietet" aufgeführt. 

Auch in einem Übergabeprotokoll, das bei Übergabe der Wohnung erstellt wurde, kann z.B. der Zustand der Auslegeware, des Bodens dokumentiert sein. 

Hinweis

In solchen Fällen ist dann immer eindeutig, dass der Teppichboden im Eigentum des Vermieters steht.

Üblicherweise geht man davon aus, dass ein Teppichboden in normaler Qualität eine Lebensdauer von ca. 10 Jahren hat. 

  • Ist die Auslegeware nach einer solchen Zeit unansehnlich geworden, verschlissen, abgenutzt, dann muss der Vermieter dafür sorgen, dass ein neuer Teppich in gleicher Art, Güte und Farbe fachgerecht in der Mietwohnung verlegt wird.

Abgenutzter Laminatboden oder PVC-Belag - es kann ein Anspruch auf Austausch bestehen

Der Anspruch auf Austausch besteht auch für andere mitvermietete Bodenbeläge, wie z.B. Laminatboden (Lebensdauer vergleichbar mit Teppichboden), PVC-Boden (Lebensdauer ca. 9-10 Jahre).

Hinweis

Ohne Einigung mit dem Mieter darf der Vermieter in der Regel anstatt des Teppichbodens keinen anderen Bodenbelag verlegen lassen. 

  • Ein neuer Laminatboden anstatt eines Teppichbodens, kann nur mit Zustimmung des Mieters verlegt werden - hat das Landgericht Stuttgart entschieden. 

Austausch Bodenbelag - Vermieter will vorhandenen Belag gegen anderen ersetzen

Wenn Ihr Vermieter eine Änderung des Bodenbelags beabsichtigt, und Sie nicht einverstanden sind, dann könnten Sie Ihrem Vermieter schreiben, dass die Änderung eine wesentliche Abweichung vom ursprünglich mietvertraglich vereinbarten Zustand der Wohnung ist, die Sie deshalb nicht akzeptieren wollen. 

Kommt es zum Streit vor Gericht darüber, dann kann es durchaus sein, dass ein Gericht Ihre Auffassung bestätigt - aber es kann auch sein, dass dem Vermieter eine Änderung zugestanden wird. Die Rechtsprechung ist in diesen Fällen uneinheitlich.


Redaktion


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