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Mieterhöhung auf ortsübliche Miete - ab wann erhöht sich die Miete?

Wenn der Vermieter die Erhöhung der Miete zur Anpassung an die ortsübliche Vergleichsmiete verlangt, dann tritt die Erhöhung mindestens zwei Monate später ein,

  • Entscheidend ist, wann Ihnen das Schreiben zugeht, mit dem der Vermieter die Erhöhung der Miete verlangt. 
  • Es kommt nicht darauf an, wann Sie es von der Post abholen oder wann Sie es lesen, sondern wann das Schreiben oder eine entsprechende Benachrichtigung in Ihrem Briefkasten ankommt
  • Auch wenn Sie z.B. wegen eines Urlaubs verhindert oder längere Zeit in einer Kur waren, so ist dies für den Zeitpunkt der Zustellung unerheblich.

Mieterhöhung auf ortsübliche Vergleichsmiete - wann muss die Mieterhöhung gezahlt werden?

Vom dritten Monat an, der auf den Erhalt des Vermieterschreibens folgt, muss bei Vorliegen der Voraussetzungen die Mieterhöhung gezahlt werden: 
Mieterhöhung, ortsübliche Miete - ab wann erhöht sich die Miete? 

Beispiel

Der Vermieter verlangt mit einem Schreiben, das Sie im August erhalten, die Zustimmung zur Mieterhöhung. 

Gerichtsprozess über Mieterhöhung, Zustimmungsurteil - Erhöhung muss nachgezahlt werden

Der Erhöhungszeitpunkt gilt aber auch dann, wenn Sie der Mieterhöhung nicht zustimmen, der Vermieter Zustimmungsklage erhebt, und das Amtsgericht oder das Landgericht die Mieterhöhung für berechtigt erklärt: 
Zustimmungsklage Mieterhöhung - Gericht verurteilt zur Zustimmung 

  • Sie sind daher, wenn das Gericht die Mieterhöhung ganz oder teilweise für berechtigt hält, auch zu entsprechenden Nachzahlungen (ab dem ursprünglichen Erhöhungszeitpunkt) für eine erhöhte Miete verpflichtet.
    Sie haben dafür etwas Zeit, das Gesetz gewährt Ihnen eine Nachzahlungsfrist: 
    Zustimmung Mieterhöhung durch Urteil - Frist Nachzahlung für Miete 


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