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Mieterhöhung - Begründung des Vermieters durch Gutachter

Der Vermieter kann zur Begründung seiner Mieterhöhung auf die ortsübliche Vergleichsmiete ein Sachverständigengutachten vorlegen.

Mieterhöhung ortsübliche Vergleichsmiete - Merkmale im Gesetz 

Privatgutachten für Mieterhöhung auf die ortsübliche Vergleichsmiete

Das Gutachten eines vom Vermieter beauftragten Sachverständigen nennt man Privatgutachten, weil es nicht vom Gericht, sondern von einem Gutachter erstellt wird, den der Vermieter beauftragt und bezahlt.

In einem solchen Gutachten (Privatgutachten des Vermieters wegen Mieterhöhung) begründet der Sachverständige, welche Miete aus seiner Sicht für die Wohnung, um die es geht, ortsüblich ist. 

Mieterhöhung ortsübliche Vergleichsmiete - Gutachter hat die Wohnung nicht besichtigt

  • Die formelle Wirksamkeit eines mit einem Gutachten begründeten Mieterhöhungsverlangens ist nicht davon abhängig, ob der Sachverständige die Wohnung des Mieters besichtigt hat. 

Das Gutachten muss nur nachvollziehbare Aussagen für den Mieter über die tatsächliche ortsübliche Vergleichsmiete enthalten und die betreffende Wohnung richtigerweise für die Begründung des Mieterhöhungsverlangens gemäß der gesetzlichen Merkmale und Vergleichbarkeit einordnen.

Hinweis


Der Gutachter muss die notwendige Sachkunde haben. In der Regel sollten solche Gutachter langjährig tätig sein, auf viele Daten vieler Vermieter zu vielen Wohnungen zurückgreifen können und detaillierte Kenntnisse des örtlichen Wohnungsmarkts haben. 

Ein privates Gutachten zur Begründung einer Mieterhöhung muss nicht richtig sein

Der Vermieter hat durch ein dem Mieterhöhungsschreiben beigefügtes Privatgutachten lediglich formelle Voraussetzungen erfüllt. Die Erhöhungserklärung ist durch das beigefügte Privatgutachten lediglich formell ordnungsgemäß begründet. 

Kommt es zu einem Rechtsstreit wegen der Mieterhöhung, weil der Mieter der verlangten Mieterhöhung nicht zustimmt (oder eine Teilzustimmung macht, mit der der Vermieter nicht einverstanden ist), prüft das Gericht die verlangte Miete.

  • Um zu entscheiden, ob die ortsübliche Miete für die Wohnung tatsächlich, wie vom Gutachter festgestellt, 8,00 € pro qm beträgt, greift das Gericht auf andere Beweismittel zurück:
    Nämlich entweder einen Mietspiegel
    oder das Gericht beauftragt selbst einen (anderen) Sachverständigen mit der Erstellung eines Gutachtens:
    Rechtsstreit mit dem Vermieter - Oft wird ein Gutachter beauftragt 

Vermieter begründet Mieterhöhung mit einem Gutachten

Kommt ein solches Gutachten zu dem Ergebnis, dass die ortsübliche Miete für die Wohnung z.B. bei 8,00 € pro qm liegt, kann der Vermieter die Erhöhung der Miete auf diesen Mietpreis damit begründen bzw. das Gericht verurteilt zur Zustimmung:

Zustimmungsklage Mieterhöhung - Gericht verurteilt zur Zustimmung 


    Redaktion


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