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Garten am Einfamilienhaus - mitvermietet oder nicht?

Wird ein Einfamilienhaus vermietet, das in einem Garten liegt, dann gehört grundsätzlich der Garten zur Mietsache, ist mitvermietet, wenn das nicht im Mietvertrag ausdrücklich ausgeschlossen ist.

  • Ist die Benutzung des Gartens nicht vertraglich ausgeschlossen, dann können Sie in dem Garten nicht nur den Liegestuhl aufstellen, sondern auch Spielgeräte oder eine Hundehütte aufbauen. Auch die Anlegung eines kleinen Teichs, die Aufstellung eines Gerätehauses, kann zulässig sein, wenn solche Maßnahmen im Vertrag nicht ausdrücklich ausgeschlossen sind.
    Entscheidend ist, dass sich diese Maßnahmen bei Ende des Mietvertrages ohne bleibende Schäden wieder zurückbauen lassen (das gilt meist nicht, wenn Sie etwas betonieren müssen, denn dies fällt unter "bauliche Veränderungen", die der Vermieter genehmigen muss).
  • Beachten Sie auch, dass die benachbarten Grundstücke nicht unangemessen beeinträchtigt werden. Wenn Sie eine rauschende Gartenparty feiern wollen, versuchen Sie, sich mit den Nachbarn abzustimmen - laden Sie sie ein! Wenn keine Vereinbarung möglich ist, beachten Sie die Ruhezeiten.
  • Wichtig ist, dass keine Beschädigungen angerichtet werden, die nicht wieder behoben werden können, daher wird das Aufstellen von Maschinen, die den Boden stark verdichten oder verschmutzen, von vornherein unzulässig sein, und auch das Entfernen von Büschen oder Bäumen,  die Sie nicht selbst gepflanzt haben, selbst kleinere Betonfundamente können problematisch sein.
Hinweis


  • Wenn es Zweifel gibt, ob Sie größere Maßnahmen ausführen dürfen, sollten Sie nicht eigenmächtig handeln, sondern eine ausdrückliche, schriftliche oder sonst beweisbare Vereinbarung mit dem Vermieter treffen.

Überschreiten Sie Ihre Rechte, dann kann die Folge eine Abmahnung sein, bei schweren Übergriffen riskieren Sie auch eine fristlose Kündigung.

Ist der Mieter zur Pflege des mitvermieteten Gartens verpflichtet?

  • Grundsätzlich bleibt der Vermieter verpflichtet, den Garten instandzuhalten, also auch ggf. gefährliche Äste oder Bäume zu entfernen, den Gartenzaun zu reparieren usw.
  • Wenn Sie vertraglich die Gartenpflege übernommen haben, umfasst das jedenfalls das Rasenmähen und Laubharken, normalerweise auch das Unkrautjäten und Beete umgraben. Ohne ausdrückliche Regelungen im Vertrag kann Ihnen der Vermieter aber nicht vorschreiben, was genau Sie  zur Gartenpflege tun müssen.
Hinweis


Gerade beim Mieten eines Einfamilienhauses kommt es leicht zu Konflikten, weil sich auch der Mieter als "Herr im Haus und Garten" fühlt.
Es sollte daher klar vertraglich geregelt werden, welche Rechte Sie als Mieter haben.



Redaktion


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