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Umschreibung, Änderung Mietvertrag - Vermieter will Verwaltungsgebühr 

Für eine Vertragsänderung kann der Vermieter meist keine Verwaltungsgebühr verlangen, anders kann das sein bei einer Umschreibung des Vertrags, wenn eine andere Person Vertragspartner wird.

Gelegentlich verlangen Vermieter für solche Umschreibung des Mietvertrags vom bisherigen Mieter eine Verwaltungsgebühr, z.B. 75,00 oder 80,00 €.

Was bedeutet Vertragsumschreibung?

Grundsätzlich muss der Vermieter die Kosten für die Verwaltung seines Eigentums selbst tragen. Dazu gehören auch Vertragsänderungen oder Vertragsergänzungen.
Manche sprechen dagegen von einer Vertragsumschreibung, wenn geändert wird, wer auf Mieterseite Vertragspartner sein soll.
Hinweis

Eine Vertragsumschreibung ist gar nicht notwendig, wenn aufgrund einer gesetzlichen Vorschrift eine andere Person den Mietvertrag übernimmt, z.B. nach dem Tod des bisherigen Mieters, oder durch Zuweisung der Wohnung bei einer Scheidung.

  • Soll eine weitere Person Mitmieter(in) werden, dann spricht man von einem Vertragsbeitritt.
Es wird dann der bisherige Vertrag so geändert, dass es nun einen weiteren Mieter gibt. Sind es ohnehin schon mehrere Mieter, z.B. bei einer Wohngemeinschaft, dann kann vereinbart werden, dass ein anderer Mieter dafür aus dem Vertrag ausscheidet.
  • Es kommt vor, dass der / die bisherige(n) Mieterin alle aus dem Vertrag ausscheiden, und z.B. ein vorgeschlagener Nachmieter den Vertrag übernimmt.

Genau genommen passt der Ausdruck Vertragsumschreibung oft nicht, denn der Vermieter schließt meist mit dem neuen Mieter einen neuen Vertrag ab. Es gibt nur selten Fälle, wo Vor- und Nachmieter mit dem Vermieter (nur) vereinbaren, dass der Nachmieter statt des bisherigen Mieters in dessen Vertrag eintritt. Das ist rechtlich zwar möglich, in der Regel will der Vermieter aber bei dieser Gelegenheit andere Vertragsbedingungen durchsetzen, als sie bisher bestanden, und macht daher einen komplett neuen Vertrag mit dem Nachmieter.

Kann der Vermieter vom bisherigen Mieter eine Verwaltungsgebühr verlangen?

In manchen Mietverträgen steht, dass der Vermieter für die Vertragsumschreibung eine Verwaltungsgebühr verlangen kann. Eine solche Regelung, wenn sie nicht ausnahmsweise einzeln ausgehandelt ist, ist eine Allgemeine Vertragsbedingung und rechtlich unwirksam. Der Mieter braucht eine solche Gebühr nicht zu zahlen.

Hinweis


  • Wenn der Vermieter frei entscheiden kann, ob er eine Vertragsumschreibung vornimmt oder nicht (z.B. Nachmieter übernimmt den Vertrag des bisherigen Mieters), kann man sich gegen das Verlangen einer "Gebühr" oft nicht wehren. Wenn darüber gestritten wurde, hielten Gerichte Beträge von maximal 75 bis 80 Euro für nicht illegal.

Gibt es zulässige Verwaltungsgebühren, die der Vermieter verlangen darf?

Es werden auch sonst gelegentlich Verwaltungsgebühren verlangt, etwa für die Ausstellung einer Mietschuldenfreiheitsbescheinigung.
Auch das ist unzulässig, denn im Gesetz ist genau und abschließend festgelegt, welche Geldleistungen der Vermieter vom Wohnungsmieter verlangen kann.
Das sind die Miete selbst, etwaige Zuschläge (z.B. für mitvermietete Einbauküche, Stellplatz), kalte und warme Betriebskosten und eine Kaution

  • Die Kosten der Verwaltung seines Eigentums muss der Vermieter selbst tragen:
Mietvertrag - Verwaltungskosten müssen Mieter meist nicht bezahlen 


Redaktion


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