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Ceranfeld vom Mieter beschädigt - Schadenersatz für Vermieter

Wird das Ceranfeld des Herdes einer mitvermieteten Küche beschädigt, z.B. wenn ein Topf oder ein anderer schwerer Gegenstand auf das Glas fällt, dann sind Mieter zum Schadenersatz verpflichtet, wenn für das Ceranfeld noch ein Zeitwert vorhanden ist. 

Ceranfeld einer mitvermieteten Einbauküche muss erneuert werden - Abzug Neu für Alt

Die Kosten einer in solchen Fällen erforderlichen Erneuerung müssen in der Regel nicht vollständig bezahlt werden. In allen Fällen, in denen ein Ceranfeld älter, also nicht neu ist, muss sich der Vermieter einen Abzug "Neu für Alt" gefallen lassen:
Abzug Neu für Alt im Mietrecht - Schadenersatz des Mieters geringer

  • Wie alt das Ceranfeld des Herdes ist, muss grundsätzlich der Vermieter nachweisen.
  • Allgemein wird von einer wirtschaftlichen Lebensdauer von bis zu 15 Jahren ausgegangen.
Hinweis


Hat ein Ceranfeld im Laufe der Zeit durch eine übliche Nutzung Kratzer bekommen, dann ist der Mieter nicht zu einem Schadenersatz verpflichtet - für "Schäden", die auf normaler Abnutzung beruhen, ist der Mieter nicht verantwortlich. 
Schadenersatz an Vermieter nicht immer zu zahlen

Tipp


Melden Sie den Schaden Ihrer Haftpflichtversicherung. Sind Mietsachschäden eingeschlossen, dann kann die Versicherung den Schaden regulieren.
Private Haftpflichtversicherung für Mieter

Vermieter soll den Auftrag zum Austausch des beschädigten Ceranfelds erteilen

Von einem selbstständigen Tausch (Auftrag an Fachfirma) sollten Sie wegen der dann bei Ihnen liegenden Gewährleistungsansprüche absehen.

  • Der Vermieter ist zuständig für die Erteilung des Auftrags, hat dann die Gewährleistung und Garantie, muss sich darum kümmern, wenn etwas schief gegangen ist oder das Ceranfeld während der Garantiezeit ausfällt.
    Vermieter muss Wohnung instandhalten, instandsetzen
Hinweis


Bestehen Differenzen über das Alter, den vorhandenen Grad der Abnutzung (starke Abnutzungsspuren verringern die anzusetzende wirtschaftliche Lebensdauer), den anzusetzenden Zeitwert, so könnte ein Gericht über die Höhe eines Schadenersatzes entscheiden. In der Regel wird dann ein Gutachter tätig und das wird für denjenigen unverhältnismäßig teuer, der sich mit seiner Ansicht über einen noch vorhandenen Zeitwert nicht durchsetzen kann: Am Ende sind die hohen Kosten von der Seite zu tragen, die im Prozess unterlegen ist.


Redaktion


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