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Mieter beschädigt Waschbecken - Schadenersatz

Leicht kann ein Waschbecken durch Fahrlässigkeit beschädigt werden, z.B. wenn ein schwerer Gegenstand in das Becken fällt. In solchen Fällen ist der Mieter zum Schadenersatz verpflichtet.

  • Ist eine fachgerechte, kostengünstige Reparatur der Beschädigung möglich, dann ist diese vom Mieter zu bezahlen.
  • Ist kein fachgerechtes Reparieren möglich, dann hat der Vermieter Anspruch auf einen Austausch des Beckens, in gleicher Art und Qualität.
Tipp

Melden Sie einen solchen Schaden immer Ihrer privaten Haftpflichtversicherung. Sind Mietsachschäden eingeschlossen, dann kann die Versicherung den Schaden regulieren.

Vermieter soll den Auftrag zum Austausch des beschädigten Waschbeckens erteilen

Von einem selbstständigen Tausch bzw. einer Auftragserteilung an eine Firma sollten Sie wegen der dann bei Ihnen liegenden Gewährleistungsansprüche absehen. Leicht können Folgeschäden entstehen, z.B. wenn sich Armaturen festgesetzt haben. Oder wenn Sie ein Becken in minderer Qualität einbauen (lassen), kann es spätestens bei der Wohnungsrückgabe zu Problemen kommen, denn der Vermieter muss mindere Qualität nicht akzeptieren. 

  • Wenn der Vermieter den Auftrag erteilt, dann hat der Vermieter die Gewährleistung und Garantie, muss sich darum kümmern, wenn etwas schief gegangen ist. 

Waschbecken wird durch den normalen Gebrauch abgenutzt - Abzug alt für neu, Schadenersatz

Die Kosten einer erforderlichen Erneuerung müssen in der Regel nicht vollständig bezahlt werden.

In allen Fällen, in denen ein Waschbecken älter ist, muss sich der Vermieter einen Abzug "Neu für Alt" gefallen lassen.

  • Den Nachweis, wie alt ein Waschbecken ist, hat grundsätzlich der Vermieter zu erbringen. Allgemein wird von einer wirtschaftlichen Lebensdauer zwischen 20 und 30 Jahren ausgegangen.
Hinweis

Bestehen Differenzen über das Alter, den vorhandenen Grad der Abnutzung (starke Abnutzungsspuren verringern die anzusetzende wirtschaftliche Lebensdauer), den anzusetzenden Zeitwert, so könnte ein Gericht entscheiden. In der Regel wird dann ein Gutachter tätig und das wird für denjenigen unverhältnismäßig teuer, der sich mit seiner Ansicht über den Zeitwert des Beckens nicht durchsetzen kann: Es entstehen hohe Kosten im Rechtsstreit, die am Ende von der Seite zu tragen sind, die im Prozess unterlegen ist.


Redaktion


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