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Verjährung für Ansprüche, Forderungen im Mietrecht

Die meisten Forderungen verjähren nach einiger Zeit durch Zeitablauf.

Das bedeutet, dass die andere Seite nach dieser Zeit nur „Verjährung“ sagen muss, und danach die Forderung normalerweise nicht mehr durchsetzbar ist, auch wenn sie noch so berechtigt wäre.

Wann verjähren welche Ansprüche des Vermieters?

Wenn Ihr Vermieter von Ihnen eine Zahlung verlangen könnte, gilt die „Regelverjährung“:

  • Gerechnet wird vom Ende des Jahres, in dem die Forderung fällig geworden ist, die Verjährung endet am 31.12. drei Jahre danach. Nicht bezahlte Miete aus dem Jahr 2015 verjährt also am 31.12.2018.

Wohnungsrückgabe - Verjährungsfrist für nicht ausgeführte Renovierung, Schönheitsreparatur

Ansprüche des Vermieters, die er erheben will, weil er die Mieträume verändert oder in schlechterem Zustand zurück bekommen habe, verjähren sechs Monate nach dem Tag, an dem er die Räume zurück erhalten hat (kurze Verjährung).
Bei einigen Ansprüchen des Vermieters gibt es Besonderheiten, schauen Sie bitte auf Verjährung von Vermieteransprüchen.

Wann verjähren welche Ansprüche des Mieters?

Die kurze Verjährung von sechs Monaten gilt im Mietrecht auch für die Ansprüche des Mieters, der die Wohnung verbessert hat oder seine Aufwendungen ersetzt verlangen kann.

Beachten Sie bitte die Einzelheiten auf die Seite:
Verjährung - Wann verjähren Ansprüche, Forderungen des Mieters? 

Die Regelverjährung von drei Jahren (gerechnet vom 31.12. des Jahres, in dem der Anspruch zu bezahlen war) gilt auch für Zahlungsansprüche des Mieters.
Z.B.: Ansprüche wegen Mietüberzahlung (auch Geltendmachung von Mietminderungsansprüchen) aus dem Jahr 2018 verjähren am 31.12.2021.

Wegen weiterer Einzelheiten schauen Sie bitte auf die Seite Verjährung von Mieteransprüchen

  • Unverjährbar sind nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs die Ansprüche des Mieters auf Instandsetzung und Mängelbeseitigung während des laufenden Mietvertrags.

Wie immer muss der Einzelfall geprüft werden. Insbesondere kann die Verjährung durch bestimmte Maßnahmen "gehemmt" werden, so dass die Verjährungsfrist sich entsprechend verlängert.

Hinweis


In ganz besonderen Fällen kann eine Forderung, obwohl sie noch nicht verjährt ist, trotzdem nicht mehr geltend gemacht werden (Verwirkung).

Umgekehrt gibt es Fälle, in denen eine Forderung zwar verjährt ist, wegen „Treu und Glauben“ die andere Seite sich aber darauf nicht berufen darf. Bevor Sie sich also auf Verjährung verlassen, sollten Sie unbedingt fachlichen Rat in Anspruch nehmen. 



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