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Räumungsklage - Kündigung des Vermieters abwehren

Wenn der Vermieter eine Räumungsklage erhebt, wird vom Gericht geprüft, ob die Vermieterkündigung berechtigt ist. Vor abschließender Entscheidung des Gerichts kann niemand durchsetzen, dass Sie die Wohnung verlassen.

Räumungsklage - Fristen einhalten

Kündigung abwehren: Ihre Gegenargumente können nur geprüft werden, wenn Sie diese Argumente rechtzeitig dem Gericht vortragen.

Das Wichtigste ist daher, dass Sie die vom Gericht gesetzten Fristen einhalten. Häufig werden Sie aufgefordert, innerhalb von zwei Wochen dem Gericht anzuzeigen, ob Sie sich überhaupt gegen die Klage verteidigen wollen.

  • Spätestens am letzten Tag dieser Frist muss Ihre entsprechende Nachricht beim Gericht sein. 
Hinweis

Wenn Sie sich gar nicht gegen die Räumungsklage verteidigen wollen, weil Sie die Wohnung sowieso aufgeben wollen, oder überhaupt keine Chance sehen, sollten Sie das vor Ablauf dieser ersten Frist entscheiden und dem Gericht mitteilen. Sie sollten sich aber vorher anwaltlich beraten lassen.

Frist des Gerichts - Verteidigung gegen Räumungsklage

Das Gericht setzt Ihnen auch eine Frist - manchmal auch nicht mehr als zwei Wochen - Ihre Gegenargumente und Beweismittel vorzubringen.

  • Hier können Sie notfalls eine Fristverlängerung beantragen. Auch dieser Antrag oder Ihr Gegenvortrag müssen spätestens am letzten Tag der Frist bei Gericht sein.

Kündigung des Vermieters, Räumungsklage - Anwalt suchen

Hinweis

Wenn Sie eine Räumungsklage erhalten, sollten Sie sofort anwaltliche Hilfe in Anspruch nehmen und auf die vom Gericht gesetzten Fristen hinweisen. Auch der Anwalt braucht einige Zeit, die Argumente zusammenzutragen, und unter Umständen müssen auch noch Beweise geprüft werden.

Wenn Sie sich Sorgen machen wegen der Kosten, prüfen Sie:
Sind Sie rechtsschutzversichert?
Oder haben Sie Anspruch auf Prozesskostenhilfe? Nehmen Sie entsprechende Belege mit!

Argumente und Belege gegen die Kündigung zusammentragen

Oftmals sehen eine Vermieterkündigung und die Räumungsklage auf Anhieb überzeugend aus. Insbesondere bei Mietrückständen braucht der Vermieter ja nur anzugeben, welcher Betrag seiner Meinung nach fehlt. Das heißt, Ihre Gegenargumente müssen eindrucksvoll sein, und Sie sollten möglichst Beweise anbieten, damit Sie vielleicht am Ende doch das Gericht überzeugen können.

Widerspruch einlegen, vorsorglich Räumungsfrist beantragen

Wenn der Vermieter eine ordentliche Kündigung (mit normaler Kündigungsfrist) geschickt hat, haben Sie die Möglichkeit, Widerspruch einzulegen, wenn die Kündigung für Sie eine besondere soziale Härte bedeutet. Dabei müssen Sie unbedingt die Widerspruchsfrist beachten.
Außerdem sollten Sie bei jeder Kündigung - auch wenn Sie völlig überzeugt sind, zu siegen - vorsorglich eine Räumungsfrist beantragen. Das muss spätestens im letzten Termin vor dem Amtsgericht geschehen - und der erste Termin kann bereits der letzte sein. Weitere Hinweise: Räumungsurteil - wann bekommen Mieter eine Räumungsfrist?

Gerichtstermin bei einer Räumungsklage einhalten

Selbstverständlich müssen Sie vom Gericht angesetzte Prozesstermine einhalten, dort erscheinen (oder Ihr Vertreter) und dem Gericht erklären, was Sie gegen die Klage vorbringen wollen.

Hinweis

Wenn Sie bis zum Gerichtstermin noch keinen Anwalt gefunden haben, sollten Sie unbedingt im ersten Gerichtstermin auch Ihre sozialen Gründe vortragen und vorsorglich eine Räumungsfrist beantragen.




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