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Abmahnung erhalten - Gegendarstellung gegenüber Vermieter

Wenn es Streit gibt: Bevor Sie als Mieterin oder Mieter an den Vermieter oder die Verwaltung eine Gegendarstellung schreiben, sollten Sie sich fachkundig beraten lassen.

Vermieter schickt Abmahnung wegen Verstoß gegen mietvertragliche Pflichten

Ist der Vermieter der Ansicht, dass Sie den Mietvertrag nicht einhalten, dann wird er Ihnen meist einen Brief schreiben, in dem er beanstandet, Sie (oder Mitglieder Ihres Haushalts, oder Ihre Besucher) hätten sich vertragswidrig verhalten. Oft steht in dem Brief genauer, was Ihnen vorgeworfen wird, und Sie werden aufgefordert, dieses angebliche vertragswidrige Verhalten einzustellen.
Man nennt das eine Abmahnung. Oft soll durch eine solche Abmahnung eine Kündigung wegen Vertragsverstoßes vorbereitet werden.

Hinweis

Wenn noch kein Brief kommt, beispielsweise nur am Telefon Vorwürfe gemacht werden, kann es sinnvoll sein, sofort zu prüfen, ob Sie für mietrechtliche Auseinandersetzungen rechtsschutzversichert sind.

Vermieter erhebt Vorwürfe - Gegendarstellung

Wenn der Vermieter eigene Vorwürfe erhebt, z.B. Sie hätten die Miete unpünktlich bezahlt, oder Sie hätten unerlaubt untervermietet, dann sollten Sie zunächst einmal prüfen, ob der Vorwurf berechtigt ist. Hier kann eine Abmahnung vorliegen.

  • Lassen Sie sich umgehend fachkundig beraten.
  • Schicken Sie keine Gegendarstellung ab, bevor Sie sich fachkundig haben beraten lassen.
Hinweis
Eine Gegendarstellung kann bewirken, dass die Vermieterseite einsieht, es liegt gar kein Vertragsverstoß vor. Aber was Sie geschrieben haben, kann auch gegen Sie verwendet werden.

Vermieter, Verwaltung bezieht sich auf Vorwürfe von Nachbarn - Gegendarstellung?

Wenn der Vermieter, die Verwaltung Ihnen in einem Schreiben konkrete Vorwürfe macht, vielleicht auch angibt, dass es Vorwürfe von Nachbarn gibt, dann können Sie vielleicht erkennen, auf welche Ereignisse, welche Situation die Vorwürfe zurückgehen, Vielleicht wird sogar angegeben, welcher Nachbar sich beschwert hat.

  • Wenn Sie in dem Schreiben aufgefordert werden, das "vertragswidrige Verhalten" zu unterlassen, womöglich sogar eine Kündigung angedroht wird, handelt es sich um eine Abmahnung.
  • Lassen Sie sich umgehend fachkundig beraten, ob ein ernsthaftes Risiko besteht.
  • Vorsicht bei der Ansprache des Nachbarn - vermeiden Sie, dass der Streit sich verstärkt.
  • Gehen Sie keinesfalls davon aus, dass der Nachbarn "sowieso spinnt", dass die Vermieterseite oder ein Gericht ihm im Streitfall nicht glaubt.
  • Ob es überhaupt klug ist, dazu Stellung zu nehmen, und welche Äußerung sinnvoll ist, muss sorgfältig geprüft werden.
  • Schicken Sie keine Gegendarstellung ab, bevor Sie sich fachkundig haben beraten lassen.

Nachbarn beschweren sich bei Mietern - Gegendarstellung schreiben, widersprechen?

Wenn Sie direkt eine Beschwerde von Nachbarn bekommen, die vielleicht der Vemieter, die Verwaltung noch gar nicht erhalten hat, dann sollten Sie überlegen, ob man diese Angelegenheit direkt mit dem Nachbarn klären kann, bevor sie sich zu einer bösen Streitigkeit ausweitet.

  • Lassen Sie sich fachkundig beraten, vielleicht kommt auch die Vermittlung einer neutralen Person in Betracht, um ein Problem auszuräumen.

Ein Schreiben an die Vermieterseite ist in dieser Phase meist nicht sinnvoll.


    Redaktion


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