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Einkommen für Wohnberechtigungsschein ermitteln - wie berechnen?

Für den Anspruch auf einen Wohnberechtigungsschein gilt eine Einkommensgrenze. Das heißt, einen Wohnberechtigungsschein bekommt man nur dann, wenn das Haushaltseinkommen nicht höher ist als diese Grenze. Das dafür maßgebliche Haushaltseinkommen ist aber nicht einfach zu berechnen, denn es gibt in den Ländern viele Ausnahmen, besonders bei vom Einkommen abzuziehender Pauschalen und Freibeträge für Antragsteller. 

  • Auch die Einkommensgrenze ist oft unterschiedlich geregelt - Beispiele dazu in unserer Tabelle

Wir haben uns auf das allgemein übliche Verfahren beschränkt, können wegen der vielen Ausnahmen und Freibeträge nur einen Überblick für die Berechnung der Einkommensgrenze geben. Das kann z.B. ein Freibetrag für "jung Verheiratete" sein, der anderswo nicht gewährt wird. 

Daher immer die geltenden Regelungen des Bundeslandes bzw. der Gemeinde / Stadt in Erfahrung bringen! 

Wohnberechtigungsschein – wie wird die Berechnung des Einkommens durchgeführt?

Zunächst wird das Jahreseinkommen für alle zum Haushalt gehörenden Personen festgestellt. Diese Einkommen werden zusammengerechnet. 

Für einen WBS wird immer eine Prognose über das zu erwartende Einkommen im Zeitraum von zwölf Monaten, ab dem Monat des Antrags, erstellt.

Änderungen beim künftigen Einkommen sind zu berücksichtigen, z.B. eine eingetretene Arbeitslosigkeit, Beginn der Rente.

Was zum Einkommen beim Wohnberechtigungsschein nicht angerechnet wird

  • Kindergeld
  • Wohngeld
  • Unterhaltszahlungen des Ehegatten
  • Leistungen der Krankenversicherung, der Pflegeversicherung, der gesetzlichen Unfallversicherung

Arbeitslosengeld, Krankengeld, auch BAföG - und andere Beihilfen zur Berufsausbildung, zählen aber zum Einkommen, auch Kurzarbeitergeld.

Von dem Einkommen werden Pauschalen und Freibeträge abgezogen

Von den Bruttoeinkünften des Haushalts werden zahlreiche Pauschalen und Freibeträge abgezogen, z.B.:

  • Tatsächliche (gesetzliche) Unterhaltsverpflichtungen
  • Kinderbetreuungskosten für Kinder unter 14 Jahren können angerechnet werden
  • Für Kinder unter 14 Jahre gibt es Freibeträge
  • Schwerbehindertenpauschbetrag ist üblich, es kann auch mehrere Pauschbeträge geben, denn die Pauschale wird für jede im Haushalt lebende behinderte Person in Abzug gebracht
  • Für pflegebedürftige Haushaltsangehörige gibt es anzurechnende Pauschalen
  • Die ermittelten Bruttoeinkünfte werden um eine Werbungskostenpauschale (oder auch um einen nachgewiesenen höheren Betrag) gemindert

Vom rechnerischen Einkommen können weitere Beträge abgezogen werden

Nach Abzug aller Pauschalen und Freibeträge können noch weitere Beträge abgezogen werden, z.B.:

  • Steuern vom Einkommen
  • Pflichtbeiträge zur gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung
  • Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung

Durch den Abzug der vielen Pauschalen und Freibeträge und durch Sonderregelungen ergibt sich in vielen Fällen die Berechtigung für den Erhalt eines WBS.

Welche Arten von Wohnberechtigungsscheinen gibt es?


Redaktion


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