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Wohnungslosigkeit - Wohnungsnot - obdachlos

Wohnungslosigkeit kann fast jeden treffen. 

Unter dem Titel "Eine stille Tragödie" schreibt Christoph Butterwegge in der taz vom 7.1.2017, Seite 11

  • "Laut Schätzungen der Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe existierten 2014 (neuere Zahlung gebe es erstaunlicherweise nicht) in Deutschland wieder mehr als 335.000 Wohnungslose, darunter 29.000 Kinder und Minderjährige."

Unter den Wohnungslosen seien immer mehr Menschen aus der Mittelschicht. Oft seien Auslöser die überraschende Schließung des Betriebes, die Kündigung des Arbeitsverhältnisses, Ehekonflikte oder Suchterkrankungen.

Dass diese Menschen dann aber oft keinen bezahlbaren Wohnraum mehr finden, liege, so Butterwegge, an Wohnungsnot, politischen Fehlentwicklungen: "Ohne eine grundlegende Wende in der Stadtentwicklungs- und Wohnungspolitik wird die Obdachlosigkeit weiter zunehmen."

BAG W: Keine Besserung in Sicht, mehr Menschen wohnungslos

2018 waren nach Schätzung der Bundesarbeitsgemeinschaft der Wohnungslosenhilfe (BAG W) insgesamt ca. 687.000 Menschen in Deutschland wohnungslos.
BAG W Zahlen, Statistiken, Grafiken 

Statistik zu Wohnungslosigkeit soll erstellt werden

Erst 2019 hat die Bundesregierung beschlossen, eine offizielle bundesweite Statistik über Wohnungslosigkeit erstellen zu lassen, die nicht nur das Ausmaß insgesamt erfassen soll, sondern auch "die Struktur", so dass über die regionale Verteilung und möglicherweise auch besonders betroffene Personengruppen und über Ursachen Aussagen abgeleitet werden können.

Bundesministerium für Arbeit und Soziales: Pressemitteilung vom 25.9.2019

Das Gesetz ist am 4.3.2020 verabschiedet worden.

Hilfe bei drohender Wohnungslosigkeit

Drohende Wohnungslosigkeit stürzt die Betroffenen in existenzielle Ängste.

  • Erstes Ziel muss sein, drohende Wohnungslosigkeit abzuwenden.
    Oft ist rechtliche Hilfe erforderlich, aber darüber hinaus auch Unterstützung beim Umgang mit Behörden und menschliche Zuwendung, oft spielen auch familiäre Konflikte eine Rolle.
  • Ist der Verlust der Wohnung schon eingetreten oder nicht mehr abzuwehren, dann kommt es darauf an, rasch die notwendige Hilfe zu bekommen.

Die Beratungs- und Hilfsangebote sind regional organisiert, werden von verschiedenen Trägern geleistet und sind durchaus unterschiedlich.

Die Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe sammelt die Informationen über die verschiedenen Einrichtungen bundesweit:

https://www.woundwie.de/de/



Redaktion


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