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Wohngeld für Mieter - Zuschuss für Miete, Wohnkosten beantragen

Wohngeld ist eine staatliche Leistung, durch die Menschen und Haushalte mit niedrigem Einkommen einen Zuschuss zu den Wohnkosten bekommen.

Wohnen wird immer teurer. Wenn das Einkommen gering ist, dann kann über das Wohngeld eine deutliche Kostenentlastung erzielt werden.

  • Ab 01.01.2020 wird das Wohngeld erhöht: 

Wohngeld 2020Hinweise des Bundesministeriums (BMI)

Für einen 2-Personen Haushalt steigt z.B. der Zuschuss von 145 Euro auf 190 Euro monatlich. 

  • Zum 1. Januar 2022 wird eine Dynamisierung des Wohngeldes eingeführt.
    Alle zwei Jahre wird das Wohngeld an die Miet- und Einkommensentwicklung angepasst. 

Bundesregierung will wegen der Corona-Krise schnell ein vereinfachtes Wohngeldverfahren

Nach Antragsstellung soll die Möglichkeit bestehen, einen Vorschuss zu erhalten.

Die genaue Berechnung für den Anspruch erfolgt erst etwas später.

Hinweis


Vereinfachtes Wohngeldverfahren in der Corona-Krise

Formlose Anträge (per E-Mail oder Telefon) sind zur Fristwahrung für den jeweiligen Bewilligungszeitraum zulässig.

  • Wie schnell diese neuen Richtlinien in den einzelnen Bundesländern umgesetzt werden, müssen Antragsteller erfragen. Die Bundesregierung wünscht eine zügige Umsetzung.

Welche Personen haben Anspruch auf Wohngeld, können einen Antrag stellen?

Wohngeld kann grundsätzlich jeder Bürger beantragen.

Ausländer haben einen Anspruch auf Wohngeld, unabhängig von ihrem Aufenthaltsstatus.

Manche Personengruppen können ausgeschlossen sein, wenn es keine Sonderregeln, Ausnahmen gibt:

  • Keinen Anspruch auf Wohngeld haben Personen, die Transferleistungen wie Arbeitslosengeld II, Leistungen zur Grundsicherung, Sozialhilfe beziehen. 
    Hier gibt es eine Sonderform des Wohngeldes:
    Das Kinderwohngeld
    Eine Auszahlung kommt in Betracht, wenn die Eltern Arbeitslosengeld II (ALG II) beziehen und das Kind einen eigenen Lebensunterhalt hat.
    Kindergeld, Unterhalt zählen als Einkommen des Kindes.
    Hat das Kind einen eigenen Lebensunterhalt, dann zählt es wie ein Erwachsener in einer Bedarfsgemeinschaft. 
  • ALG I Bezieher können einen Wohngeldantrag stellen.
  • Schüler haben meist keinen Anspruch auf Wohngeld. Ausnahme: Gilt nicht für Halb- oder Vollwaisen.
  • Studenten können meist kein Wohngeld bekommen, insbesondere dann, wenn BAFÖG-Leistungen bezogen werden oder ein Anspruch auf Bezug dieser Leistungen besteht.
    Und es gibt Ausnahmen, z.B. wenn die Altersgrenze überschritten ist, wenn bei einem Teilzeitstudium Einkommen erzielt wird.
    Weitere Ausnahmen beim Wohngeldamt oder dem Studentenwerk erfragen, denn es gibt einige.
Hinweis


Ein vorhandenes Vermögen, Ersparnisse können für den Erhalt von Wohngeld eine Rolle spielen:
Wohngeld bekommen - Werden Vermögen, Ersparnisse angerechnet? 

Wohngeld ist ein Zuschuss zur Miete, zu den Wohnkosten, der nicht zurückzuzahlen ist

Damit soll es Mietern erleichtert und ermöglicht werden, angemessenen und familiengerechten Wohnraum bezahlen zu können.

Auch wenn Sie als Mieterin oder Mieter in einem Heim wohnen oder auch Rentner sind, kann der Bezug von Wohngeld möglich sein.

Als Mieter Antrag auf Wohngeld stellen - wo ist das Wohngeld zu beantragen?

Wohngeld wird nur auf Antrag gezahlt.

Der Antrag ist bei der Stadtverwaltung, Gemeinde stellen, in der sich Ihre Wohnung befindet.
Bei kleineren Gemeinden  finden Sie die Wohngeldstelle in den jeweiligen Kreisverwaltungen.

  • Wohngeld wird nicht gezahlt, wenn andere Sozialleistungen gezahlt werden in denen die Kosten der Unterkunft schon enthalten sind (z.B. auch bei BAFÖG-Leistungen).
Hinweis


  • Es gibt in einigen Gemeinden auch weitere Mietzuschüsse, die teilweise als kommunales Wohngeld bezeichnet werden. Dafür gelten andere Regeln.

Wie lange wird ein bewilligtes Wohngeld gezahlt?

  • Wohngeld wird in der Regel für zwölf Monate bewilligt.

Das Wohngeld bekommt man ab dem Ersten des Monats, in dem der Antrag gestellt wurde.

  • Nach zwölf Monaten muss das Wohngeld neu beantragt werden.

Während des Bezugs von Wohngeld ändern sich die Lebensverhältnisse

Maßgebliche Änderungen der Lebensverhältnisse müssen mitgeteilt werden. Wird eine solche Änderung nicht gemeldet und unberechtigt mehr Wohngeld bezogen, als einem zusteht:

Es droht ein Bußgeld von bis zu 2.000 Euro und die Einstellung der Wohngeldzahlungen.

Für das Wohngeld wird immer die Einkommenssituation des gesamten Haushalts betrachtet

Selbst wenn für eine Person eines Haushalts das Wohngeld ausgeschlossen ist, ein anderes Haushaltsmitglied ist aber wohngeldberechtigt, dann kann der Anspruch auf Wohngeld bestehen, Wohngeld wird bezahlt: 
Wohngeld beantragen - wer gehört zum Haushalt? 

Wohngeld für Mieter - darf ich Geld gespart, Vermögen haben?

Wie wird das Wohngeld berechnet?

Ob Wohngeld gezahlt wird, und in welcher Höhe, wird vom Wohngeldamt entschieden.

Dabei spielt die Haushaltsgröße eine Rolle, das Einkommen und die Miethöhe bzw. die Mietbelastung. 

Miethöhen werden auch nicht unbegrenzt anerkannt, sondern dies richtet sich danach, ob die Wohnung in einem "teuren" oder "günstigen" Gebiet liegt.

Wohngeldrechner zum Berechnen eines Anspruches auf Wohngeld

  • Wohngeldrechner bieten nur einen ersten Anhaltspunkt, ob eine Berechtigung für den Bezug von Wohngeld gegeben sein kann.

Die Online zur Verfügung gestellten Rechner können in der Regel Sonderfälle nicht berücksichtigen.

  • Eine verbindliche Auskunft über den Anspruch und die Höhe des Wohngelds erhalten Sie nur vom zuständigen Wohngeldamt Ihrer Stadt bzw. Gemeinde.

Einen ersten Anhaltspunkt, welches Wohngeld ab 2020 gezahlt werden kann, finden Sie z.B. hier:
Wohngeldrechner des Bundesministerium des Innern, für Bauen und Heimat (BMI) 

Einkommensberechnung der Antragsteller für Anspruch auf Wohngeld

  • Eine verbindliche Berechnung des Haushaltseinkommens kann nur vom zuständigen Wohngeldamt erfolgen.

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Redaktion


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