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Verbot der Tierhaltung in Wohnung - Mieter bietet Hundebetreuung

Ein Verbot der Tierhaltung oder Hundehaltung im Mietvertrag gilt nicht in jedem Fall, auch wenn ein Mieter die Hundebetreuung bewirbt.

Ein solcher Fall, in dem es um die Hundebetreuung durch einen Mieter ging, führte zur Kündigung des Vermieters und zum Streit vor Gericht.

Der Vermieter erhob schließlich Räumungsklage wegen einer nicht erlaubten Tierhaltung gegen seinen Mieter. 

Tierhaltung, Hundehaltung in der Wohnung - was müsen Mieter beachten?

In vielen Mietverträgen steht, dass eine Hundehaltung nur nach vorheriger Zustimmung des Vermieters erlaubt ist - ein solch generelles Verbot ist in der Regel nicht wirksam.

Wenn Mieter in ihrer Mietwohnung größerer Tiere - insbesondere einen Hund - halten wollen, müssen Sie dafür meist vorher beim Vermieter eine Erlaubnis beantragen - die Erlaubnis kann ein Vermieter nicht in jedem Fall verweigern.

Der Vermieter muss den Antrag vernünftig prüfen.
Urteil des Bundesgerichtshofs: Vermieter muss im Einzelfall prüfen


Tierhaltung in der Mietwohnung - Verbot nicht immer möglich

Musterbrief: Als Mieter die Erlaubnis für die Tierhaltung bekommen

Tierbetreuung - Betreuung fremder Tiere, gewerbliches Angebot im Internet durch Mieter

Was gilt, wenn eine Betreuung fremder Tiere in der Wohnung erfolgt?

Ist dies zu beweisen, dann kann eine Kündigung rechtmäßig sein - ein Vermieter hatte seinem Mieter wegen unerlaubter Hundehaltung die Wohnung gekündigt.

Hinweis


Unerlaubte Hundehaltung kann als Vertragsverletzung und als Kündigungsgrund gelten.

Mieter einer Wohnung bietet gegen Entgelt die Betreuung von Hunden an

Der Mieter hatte im Internet die Betreuung fremder Tiere angeboten, auch Fotos von Hunden veröffentlicht. Dies war für den Vermieter ein ausreichender Grund seinen Mieter zu kündigen und schließlich Räumungsklage zu erheben.

Betreuung fremder Hunde in der Wohnung muss der Vermieter beweisen 

Der Mieter verteidigte sich:
Er habe zwar über Facebook angeboten, fremde Tiere zu betreuen - die Betreuung finde aber außerhalb der Wohnung statt.
Und die Haltung eines eigenen Hundes habe der Vermieter seit Jahren geduldet. Ansonsten seien gelegentlich Freunde mit einem Hund zu Besuch gewesen.

Wie schon das Amtsgericht entschied auch das Landgericht Leipzig mit Urteil vom 12.05.2020,

Az. 2 S 401/19 gegen die Räumungsklage des Vermieters.

  • Unstreitig habe der Vermieter jahrelang die Haltung eines Hundes durch den Mieter geduldet. Störungen durch den Hund seien nicht bekannt geworden.
    Auch dass gelegentlich Freunde, die den Mieter besuchten, einen Hund bei sich hatten, beanstandete das Gericht nicht.
    Besucher bringt Hund mit in Mietwohnung - ist das erlaubt?

Entscheidend war, dass der Vermieter nicht nachweisen konnte, dass der Mieter fremde Hunde in seiner Wohnung beherbergt bzw. betreut habe. 

  • Das Gericht urteilte:
    Das Angebot, fremde Hunde - gegen Entgelt - zu betreuen, dies allein sei kein Verstoß gegen den Mietvertrag, wenn die Betreuung der Hunde nicht in der Wohnung stattfinde.

Die Räumungsklage des Vermieters wurde abgewiesen.

Hinweis


Wäre das Gericht davon überzeugt gewesen, der Mieter habe fremde Hunde gegen ein Entgelt in der Wohnung betreut, dann hätte es dies durchaus als Vertragsverstoß werten und der Klage des Vermieters entsprechen können. 


Redaktion


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