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Zweckentfremdung von Wohnraum - Verbot gilt in vielen Städten

Die Zweckentfremdung von Wohnraum ist in zahlreichen Städten verboten.

Wohnraum ist in zahlreichen Städten knapp, es ist oft unerwünscht, dass er zu anderen Zwecken als zum Wohnen benutzt oder überlassen oder aber abgerissen wird.

Zweckentfremdungsverbot durch Landesrecht

Die Zweckentfremdung von Wohnraum kann verboten werden. Für entsprechende Regelungen sind die Bundesländer zuständig. Weil die Wohnungssituation in den Städten eines Bundeslandes sehr unterschiedlich sein kann, wird im Landesgesetz selbst oder in einer ergänzenden Verordnung geregelt, in welchen Städten das Verbot gelten soll - oder überall, wie vor allem in den Stadtstaaten.

Hinweis

Erkundigen Sie sich bei einem Anwalt oder bei der örtlichen Wohnungsbehörde, ob in Ihrer Gemeinde ein Zweckentfremdungsverbot gilt.

Was ist Zweckentfremdung?

Von Zweckentfremdung ist auszugehen, wenn die Räume nicht als dauerhafter Lebensmittelpunkt für Bewohner benutzt werden. In dem jeweiligen Landesgesetz wird geregelt, welche Voraussetzungen vorliegen müssen, dass von einer Zweckentfremdung auszugehen ist. Als Zweckentfremdung gilt meist

  • der Abriss von Wohnungen
  • Leerstand von Wohnungen (meist ab einer bestimmten Zahl von Monaten)
  • die Überlassung einer Wohnung für andere Nutzungen, z.B. als Büro, Arztpraxis, Anwaltskanzlei
  • die Vergabe des Wohnraums an Personen, die sich nur begrenzte Zeit dort aufhalten
    z.B. in der Art eines Wohnheims, einer Pension
  • die Vergabe des Wohnraums an Urlaubsgäste als Ferienwohnung, z.B. über Portale wie airbnb

Zweckentfremdungsverbot - Ausnahmen und Genehmigung

Im Gesetz wird auch festgelegt, welche Nutzungen doch nicht als Zweckentfremdung gelten sollen.

Beispielsweise gilt meist nicht als Zweckentfremdung, wenn weniger als 50 % der Fläche zu anderen Zwecken genutzt werden. Auch für Zweitwohnungen kann es Sonderregelungen geben.

  • Im Gesetz ist auch geregelt, in welchen Fällen die Behörde auf Antrag eine Genehmigung erteilen kann oder erteilen muss.
Hinweis

Wenn eine bestimmte Nutzung genehmigt werden könnte, aber gar kein Antrag gestellt wird, die zweckfremde Nutzung einfach begonnn wird, liegt zunächst einmal klar eine Zweckentfremdung vor, was zu unangenehmen Konsequenzen führen kann.

Zweckentfremdungsverbot betrifft Vermieter und Mieter

Das Verbot der Zweckentfremdung richtet sich an alle, also gegen denjenigen, der den Wohnraum verbotswidrig abreisst, leerstehen lässt oder anderen überlässt, aber auch gegen denjenigen, der die Wohnung verbotswidrig nutzt.

Hinweis

Auch als Mieterin oder Mieter können Sie also wegen einer Zweckentfremdung belangt werden, wenn Sie selbst Wohnraum ohne Berechtigung zweckfremd nutzen, oder wenn Sie Ihre Mietwohnung abweichend von den Regeln anderen Personen überlassen.

Zweckentfremdungsverbot - Handlungspflichten und Bußgelder

Die Behörde kann Bescheide erlassen, um durchzusetzen, dass der Wohnraum wieder zu Wohnzwecken genutzt wird.
Sie kann aber auch Bußgelder erlassen, und zwar sowohl gegen den Vermieter als auch gegenüber demjenigen, der Wohnraum verbotswidrig nutzt,


Redaktion


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