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Können Vermieter Zuschlag für die Untervermietung verlangen?

Das Landgericht Berlin hatte darüber zu entscheiden, ob der Vermieter für die Erlaubnis zur Untervermietung einen Zuschlag von € 80,00 pro Monat verlangen kann.

Wann darf ein Untermietzuschlag verlangt werden?

Im Gesetz steht dazu, dass ein Zuschlag nur verlangt werden kann, wenn anders die Erlaubnis unzumutbar wäre. Deshalb lehnen viele Gerichte einen Zuschlag grundsätzlich ab und prüfen allenfalls, ob die Wohnung durch den / die Untermieter stärker abgenutzt wird oder die Betriebskosten sich erhöhen. Üblicherweise können dann laut Rechtsprechung € 25,00 pro Monat für die Untervermietung als Zuschlag verlangt werden, aber es gibt auch andere Gerichtsentscheidungen.

Landgericht hält hohen Untermietzuschlag für zulässig

Das Landgericht Berlin (AZ 18 T 65/16) hat in einer Entscheidung vom Juli 2016, anders als alle anderen Gerichte bisher gemeint, die Angemessenheit des Zuschlags richte sich danach, in wie weit sich der Vermieter am Untermietzins beteiligen dürfe. 

Es meint, der Vermieter dürfe einen Zuschlag in Höhe von etwa 20 % bis 25 % dessen verlangen, was der Hauptmieter vom Untervermieter vereinnahmt. 

Zahlt der Untermieter also z. B. € 400,00 als Miete an den Hauptmieter, könne der Zuschlag demnach € 80,00 betragen - der Vermieter verdient also mit, obwohl er keinerlei zusätzliche Leistung erbringt. Diese Entscheidung ist umstritten. Es bleibt abzuwarten, wie andere Gerichte in Zukunft dazu entscheiden.


Redaktion


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