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Mietminderung wegen Ausfall des Fahrstuhls zum 3. Stock

Fällt der Aufzug, Fahrstuhl aus, dann kann für eine Wohnung im 3. Stock eine Mietminderung von 10 % gerechtfertigt sein.

Der Ausfall des Fahrstuhls, Störungen des Aufzugs, stellen fast immer einen Mangel dar, den der Vermieter beheben muss, und es besteht ein Anspruch auf Mietminderung.

Ausfall des Aufzugs, Fahrstuhl defekt - Vermieter führt keine Reparatur durch

In einem Miethaus war der Aufzug ausgefallen und wurde nicht repariert. Die Mieterin, die im dritten Stock / Obergeschoss wohnte, verlangte eine Mietminderung, der Vermieter lehnte das ab. Die Mieterin erhob Klage.

Ausfall des Aufzugs, Fahrstuhls - Mietminderung

Keine Reparatur des Aufzugs - Vermieter sagt, dass der Fahrstuhl modernisiert werden soll

Der Vermieter gab an, er wolle den Fahrstuhl im Rahmen einer beabsichtigten Modernisierung austauschen. Es wurde aber keine Modernisierungsankündigung vorgelegt.

Urteil: Mietminderung bei Ausfall des Aufzugs berechtigt

Nachdem die Klage der Mieterin der Vermieterin zugestellt war, akzeptierte der Vermieter die Mietminderung. 

Es ging also nur noch darum, wer die Kosten der Klage zu tragen hat.
Das Amtsgericht Berlin-Mitte verurteilte am 11.6.2020 (Az. 10 C 104/19 ) die Vermieterin, die Kosten zu tragen.

Die Vermieterin sei verpflichtet, den Aufzug rund um die Uhr in Betrieb zu halten. Dass sie möglicherweise später den Aufzug austauschen wolle, ändere nichts daran, dass die Mieterin bis dahin eine Mietminderung beanspruchen könne.

Hinweis

Auch eine Modernisierungsankündigung hätte nichts daran geändert, dass bis zum Einbau des neuen Aufzugs eine erhebliche Beeinträchtigung des Gebrauchs der Wohnung bestanden hätte.



Redaktion


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