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Urteil Betriebskosten - Kosten Hausmeister nicht aufgeschlüsselt

Nimmt der Vermieter keine Aufschlüsselung von umlagefähigen und nicht umlagefähigen Hauswartkosten in einer Betriebs­kosten­abrechnung vor, dann kann ein pauschaler Abzug von den in Rechnung gestellten Kosten möglich sein.

Wenn der Hausmeister Verwaltungstätigkeiten und Instandsetzungen vornimmt

Arbeiten der Instandhaltung, Instandsetzung (Reparaturen) und Ver­waltungs­tätig­keiten, die vom Hausmeister ausgeführt werden, sind keine auf die Mieter umlegbaren Kosten, sind nicht vom Mieter zu zahlen.

Wenn der Hausmeister Arbeiten macht, die nicht als Betriebskosten umlegbar sind

  • Ein Vermieter muss eine Kostenaufteilung durchführen, wenn der Hauswart auch mit Arbeiten befasst ist, die nicht als Betriebskosten in Rechnung gestellt werden dürfen.

Vermieter rechnet nicht umlegbare Kosten des Hausmeisters als Betriebskosten ab

Wurde in einem solchen Fall in der Betriebskostenabrechnung keine Aufteilung der Kosten berücksichtigt, dann kann es erlaubt sein, einen pauschalen Abzug in Höhe von 20 Prozent bei den Kosten des Hausmeisters vorzunehmen. 

Das Amtsgericht Leonberg (AZ 4 C 446/14) entschied gegen den Vermieter, der diesen pauschalen Abzug von den Hausmeisterkosten nicht zulassen wollte.

Hausmeister erledigt für den Vermieter Arbeiten, die keine Betriebskosten sind
Die umlagefähigen und nicht umlagefähigen Kosten müssen in der Betriebskostenabrechnung dann nachvollziehbar dargestellt und aufgeschlüsselt werden, so dass die vom Mieter nicht zu tragenden Kosten ersichtlich sind. 

Da dies nicht geschehen sei, müsse der Vermieter den pauschalen Abzug akzeptieren, so das Urteil des Amtsgerichts.


Redaktion


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