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Zugluft im Passivhaus - Mietminderung möglich

Wenn in einem Passivhaus durch die Lüftungsanlage intensive Zugluft auftritt, kann das zur Mietminderung berechtigen.

Passivhaus benötigt Lüftungsanlage

Als Passivhaus bezeichnet man ein Haus, das durch seine Bauweise und seine Ausstattung so angelegt ist, dass normalerweise keine Beheizung erforderlich ist. Das Gebäude wird über sogenannte Wärmetauscher aus ohnehin vorhandenen Wärmequellen versorgt. Es ist dann allerdings eine Lüftungsanlage notwendig,

Lüftungsanlage kann zu unangenehmer Zugluft im Passivhaus führen

Die Lüftungsanlage führt zu einer Umwälzung der Raumluft. Sie muss allerdings so konstruiert und eingebaut sein, dass dadurch nicht unangenehme Zugluft entsteht. Sonst kann es sich um einen nicht unerheblichen Mangel handeln, der allerdings kaum zu beseitigen ist. Solch einen Fall hatte das Amtsgericht Frankfurt / Main zu entscheiden.

Urteil: Mietminderung wegen starker Zugluft in Zimmern eines Passivhauses berechtigt

Das Amtsgericht Frankfurt/Main entschied am 18.8.2017 - Az.: 33 C 1251/17(76):

  • Wenn starke Zugluft den Aufenthalt im Zimmer teilweise unerträglich macht, ist eine Mietminderung gerechtfertigt.

Hier waren mehrere Zimmer des Hauses betroffen - das Gericht erkannte auf eine berechtigte ganzjährige Mietminderung von 10 Prozent.

Hinweis


Zugluft im Raum ist oft kaum zu beweisen. Zeugenaussagen von Personen, die oft zu den kritischen Zeiten anwesend waren, sind nützlich, aber es ist nicht gesagt, dass sich ein Gericht davon überzeugen lässt. 

  • Im vorliegenden Fall bestätigte ein vom Gericht beauftragtes Gutachten den bestehenden Mangel an der Belüftungsanlage.

 


Redaktion


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