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Betriebskostenabrechnung - Bescheinigung nach § 35a EStG erstellen

Für die steuerliche Geltendmachung haushaltsnaher Dienstleistungen und Handwerkerleistungen, die im Rahmen von Betriebskosten anfallen, die der Mieter zahlt, braucht man eine Bescheinigung, Aufstellung des Verwalters / Vermieters um über den anteiligen in der Steuererklärung anzusetzenden Aufwand Steuer sparen zu können. 

  • Das Finanzamt erkennt eine von der Hausverwaltung oder dem Vermieter ausgestellte Unterlage an. Auch die Aufführung des Aufwands unterhalb einer Betriebskostenabrechnung reicht aus. Die Vorlage von Einzelbelegen gegenüber dem Finanzamt ist nicht erforderlich.

Betriebskostenabrechnung - Aufstellung, Bescheinigung nach § 35a EStG ist nicht dabei

Überwiegend ist die Meinung anzutreffen, dass der Vermieter verpflichtet ist, dem Mieter eine gesonderte Bescheinigung auszustellen, wenn der Mieter diese anfordert. 

Hinweis

Allerdings wird in einer neueren Entscheidung des Landgerichts Berlin (AZ 18 S 339/16) auch die Meinung vertreten, dass der Vermieter die Betriebskostenabrechnung nur so erstellen müsse, dass der Mieter daraus die auf ihn anteilig entfallenden haushaltsnahen Dienstleistungen und Handwerkerleistungen selbst ermitteln könne.

  • Wäre diese Mindestanforderung nicht gegeben, dann wäre es für Mieter nicht möglich eine Steuerermäßigung gemäß anteilig anfallender Betriebskosten nach § 35 EStG geltend zu machen, denn eine Einsichtnahme in Rechnungen über die Belegeinsicht, um anteilige steuerermäßigende Leistungen als Mieter selbst zu errechnen, gilt als nicht zumutbar.

Für die Erstellung der Bescheinigung nach § 35a EStG können keine Kosten berechnet werden

Das Amtsgericht Lichtenberg (AZ: 105 C 394/10) stellte fest, dass der Mieter Anspruch auf eine kostenlose Bescheinigung hat. 

Der für den Vermieter entstehende Aufwand für die Erstellung der Bescheinigung falle unter die Verwaltungskosten, die der Mieter nicht zu zahlen hat. 

Ähnlich auch Urteile des Amtsgerichts Charlottenburg (AZ: 222 C 90/09) und des Amtsgerichts Chemnitz (vom 28.8.2018, Az. 20 C 168/18).


Redaktion


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