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Prüfung Betriebskostenabrechnung Wohnung - Einsicht in Belege

Haben Sie für Ihre Wohnung eine Betriebskostenabrechnung des Vermieters bekommen, dann haben Sie das Recht, sich die zu der Abrechnung gehörenden Belege vorlegen zu lassen.

Das kann durchaus wichtig sein, denn nur aus den Belegen (Rechnungen, Zahlungsbelege und auch Verträge) können Sie sehen

  • ob die angesetzten Kosten wirklich entstanden sind, und bezahlt wurden
  • ob in diesen Betriebskosten Anteile enthalten sind, die nicht hinein gehören

wie z.B. Verwaltungskosten und Instandsetzungskosten (Reparaturen).

Belege der Betriebskostenabrechnung der Wohnung beim Vermieter, Verwalter prüfen

Für die Belegeinsicht macht man üblicherweise einen Termin mit dem Vermieter bzw. mit der Hausverwaltung - nur wenn die Einsicht für Mieter einen erheblichen Aufand bedeuten würde (z.B. Büro des Verwalters, Vermieters zu weit entfernt, gesundheitliche Probleme des Mieters) kann man Kopien der Unterlagen verlangen - man sollte sich dann auf solche Unterlagen beschränken, wo man einen Fehler vermutet, denn für die Kopien können Kosten anfallen. Gerichte haben Kosten von 0,25 bis 0,50 Cent / Kopie für in Ordnung befunden - der Vermieter kann hierfür einen Kostenvorschuss vom Mieter verlangen.
Prüfung Betriebskostenabrechnung - Kopien der Unterlagen bekommen 

Betriebskostenabrechnung für Mietwohnung widersprechen - Belege prüfen als Voraussetzung

Die Rechtsprechung geht davon aus, dass die Belege beim Vermieter bzw. der Verwaltung eingesehen werden müssen - einfach der Abrechnung widersprechen, reicht daher oft nicht. 

Bevor Sie selbst beim Vermieter oder Verwalter die Belege ansehen, sollten Sie sich informieren, welche Einwendungen Sie erheben könnten, damit Sie wissen, worauf Sie achten müssen. 

Betriebskostenabrechnung - häufige Fehler, Gründe für Widerspruch 

Einsichtnahme in Belege der Betriebskostenabrechnung - Fotos und Notizen machen erlaubt!

Wenn Sie vor Ort Einsicht nehmen, dann darf Ihnen nicht verweigert werden, Fotos von den Belegen zu machen. Ihre Notizen, Kopien, Fotos sollten Sie dann einem fachkundigen Berater vorlegen und mit diesem zusammen klären, ob es sich lohnt, Einwendungen gegen die Abrechnung zu erheben.

Einsichtnahme in die Unterlagen der Betriebskostenabrechnung mit Zeugen möglich

Zum Termin können Sie sogar einen Zeugen mitnehmen, auch einen Mieterberater. Sie können sogar Ihren Rechtsanwalt mit der Prüfung der Abrechnungsbelege beauftragen. 

Wenn Ihnen Kostenpositionen zweifelhaft vorkommen, sollten Sie bei der Prüfung der Belege genau aufschreiben, welche Rechnungen es gibt, ob sich aus den Rechnungen genau ergibt, für welche Leistungen sie gestellt wurden.

Die Einsichtnahme in Verträge zur Betriebskostenabrechnung muss möglich sein

Manchmal ist es auch erforderlich, dass Sie sich Verträge vorlegen lassen. Nur daraus können Sie z.B. ersehen, ob der Hauswart auch für Instandsetzungs- oder Verwaltungsleistungen bezahlt wird, die gar nicht auf die Mieter umgelegt werden dürfen.

Sie können die Verwaltung bitten, Ihnen Kopien der Belege zu geben. Sie können das auch erleichtern, indem Sie sich bereit erklären, die Kopiekosten zu tragen. Ein Anspruch auf Überlassung von Kopien besteht nur in besonderen Fällen.

Einsicht in Zahlungsbelege zu den Rechnungen kann verlangt werden

Hinweis

Beachten Sie unbedingt, dass Sie Ihre Einwendungen innerhalb der Einwendungsfrist dem Vermieter vorlegen müssen!
Wenn sich Ihre Einwendungen aus den Belegen nicht bestätigen, müssen Sie umgehend die Nachzahlung leisten. Bestätigen sich Ihre Kritikpunkte, dann haben Sie - unter Umständen nur für diesen Anteil der Nachforderung - ein Zurückbehaltungsrecht.

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