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Kündigung des Mietvertrags wegen Streit unter Nachbarn

Streitigkeiten unter Mietern sind für alle Betroffenen ärgerlich. 

Wenn sich dann ein Mieter nicht an dem vom Vermieter unternommenen Versuch für eine Einigung mit seinen Nachbarn beteiligt, dann kann dies zur Kündigung des Mietvertrags führen.

Mieter weigert sich an einem Einigungsversuch mit seinen Nachbarn mitzuwirken

Das Amtsgericht Augsburg (Urteil vom 8.11.2016, Az. 25 C 974/16) sah in dem Verhalten des Mieters, nicht an einer Aussprache zur Beilegung der Streitigkeiten mitzuwirken, eine ausreichende Pflichtverletzung für eine fristgemäße Kündigung des Mietvertrages. 

Mieter beteiligt sich nicht an Beilegung von Nachbarstreitigkeiten

Der Mieter hatte während des Prozesses eingeräumt, dass zwischen ihm und anderen Mietern eine konfliktbeladene Situation bestehe, er aber eine Aussprache zur Beilegung der Streitigkeiten ablehne.

Das Amtsgericht bestätigte die fristgemäße Kündigung des Vermieters. Es komme nicht darauf an, wer für den Unfrieden verantwortlich sei, aber es bestehe für den Mieter die Pflicht, an einer Beilegung des Konflikts mitzuwirken. 

Der Mieter war zunächst noch in Berufung gegen das Urteil gegangen, hat aber zwischenzeitlich die Berufung zurückgezogen, so dass das Urteil rechtskräftig ist.  

Die Kündigung des Mietvertrages war auch noch aus anderen Gründen erfolgt. Über die anderen Gründe entschied das Gericht nicht, denn die Weigerung an einer Einigung mit den Nachbarn mitzuwirken, war nach Meinung des Gerichts für sich alleine schon ausreichend, die fristgemäße Kündigung des Mietvertrags als rechtmäßig zuzulassen.


Redaktion


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