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Wechsel in der Wohngemeinschaft - Austausch WG-Mitglieder

Erkennt ein Vermieter bei Abschluss des Mietvertrages, dass er an eine Wohngemeinschaft vermietet, dann kann die Wohngemeinschaft einen Anspruch auf Zustimmung des Vermieters haben, Mitglieder der ursprünglichen Wohngemeinschaft später auszutauschen, wenn durch den Wechsel neue WG-Mitglieder einziehen sollen.

So entschied das Landgericht Berlin am 23.3.2016 (Az. 65 S 314/15). Das ist nicht ganz selbstverständlich - das Amtsgericht hatte zuvor die Klage auf Zustimmung abgelehnt.

  • Das Landgericht urteilte, bei Vermietung an eine Wohngemeinschaft sei davon auszugehen, dass es zu Wechseln bei den Mitgliedern, den Bewohnern der Wohnung, kommen kann. 

Zustimmung für neues WG-Mitglied kann Vermieter unter bestimmten Gründen verweigern

Der Vermieter dürfe daher die Zustimmung zur Vertragsänderung nur verweigern, wenn gegen den neuen Bewohner handfeste Gründe vorzubringen seien, etwa dass das neue WG-Mitglied wirtschaftlich nicht solvent sei.

Wechsel in der WG - Wenn das neue WG-Mitglied kein ausreichendes Einkommen hat 

Im entschiedenen Fall hatte die WG aus diesem Grund keinen vollen Erfolg: Weil eine der beiden vorgesehenen neuen Mieterinnen kein entsprechendes Einkommen hatte, wurde die Klage insoweit abgewiesen.

Vermieter kann Zustimmung verweigern

Hinweis


Wichtig bleibt in jedem Fall: Die Wohngemeinschaft darf oft nicht einfach die Bewohner austauschen, sondern beim Vermieter ist meist vorher die schriftliche Zustimmung einzuholen, notfalls einzuklagen.

Wohngemeinschaft - Mitglieder auswechseln, austauschen 

Für ausgefallene Mietzahlungen kann möglicherweise Schadenersatz verlangt werden.



Redaktion


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