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Mietrechtsstreit - Zu den Prozesskosten gehören Anwaltskosten

Anwaltskosten, die in einem Prozess entstehen, gehören zu den Prozesskosten.

Jede Seite in einem Prozess kann sich von einer Rechtsanwältin, einem Rechtsanwalt oder einer Anwaltskanzlei vertreten lassen.

  • Vor dem Amtsgericht steht es jedem frei, ob er sich anwaltlich vertreten lassen will oder nicht.
    Oft ist es sinnvoll, auch auf Mieterseite einen Anwalt zu beauftragen.
  • Im Berufungsverfahren vor dem Landgericht müssen Sie sich anwaltlich vertreten lassen (sog. Anwaltszwang), auch wenn Sie die Berufung gar nicht eingelegt haben, sondern sich gegen die Berufung der anderen Seite verteidigen müssen.

Anwaltsgebühren - wie berechnen sich die Kosten, wie hoch ist der Streitwert?

Die Höhe der Gebühren richtet sich meist nach dem Wert des Streits, sie werden in der Regel nach einer Gebührentabelle berechnet, in der dem Gegenstandswert ein Honorarbetrag zugeordnet ist.

Als Mieter Anwaltskosten berechnen

Beispiel

Der Prozess geht um eine Betriebskostennachzahlung von 1.400 €

Wert: bis 1.500 €      1,0 Anwaltsgebühr: 127,00 €

  • Normalerweise enstehen beim Amtsgericht 2,5 Gebühren für jeden Anwalt,
    beim Landgericht 2,8 Gebühren für jeden Anwalt, jeweils zuzüglich Auslagen und MwSt.

Die Höhe der Anwaltskosten richtet sich nach dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz und kann kompliziert zu berechnen sein.

  • Fragen Sie Ihren Anwalt nach den entstehenden Gebühren. 

Es kann auch sein, dass Ihre Anwältin / Ihr Anwalt mit Ihnen eine Vergütung vereinbaren möchte.

Als Mieter Prozesskosten berechnen, kalkulieren - Abschätzung des Kostenrisikos

  • Für die Berechnung, Abschätzung des gesamten Kostenrisikos, existieren im Netz verschiedene Prozesskostenrechner, die einen Anhaltspunkt über die womöglich entstehenden Kosten geben können. 

    Wer zahlt die Anwaltskosten in einem Mietrechtsstreit?

    Die Anwaltskosten beider Seiten trägt ganz oder anteilig derjenige, der den Prozess verliert. Es kann aber auch passieren, dass Sie gewinnen und dennoch Ihre Anwaltskosten nicht von der Gegenseite zurückbekommen können - dann müssen Sie trotzdem Ihren Anwalt bezahlen, denn Sie haben ihn ja beauftragt.

    • Entstehende Anwaltskosten sollten Sie in jedem Fall mit Ihrer Anwältin / Ihrem Anwalt besprechen, damit Sie Ihr Kostenrisiko einschätzen können, falls das Verfahren verloren geht. 
    Hinweis


    Wenn Ihnen Prozesskostenhilfe bewilligt wird, Sie aber den Prozess verlieren, müssen Sie zwar nicht den eigenen Anwalt bezahlen, aber den Anwalt der Gegenseite.


      Lesetipp


      Rechtsstreit - Als Mieter einen Prozess mit dem Vermieter anfangen? 


      Außer den Anwaltskosten entstehen Gerichtskosten, und möglicherweise auch Entschädigungen für Zeugen oder Sachverständige (Gutachter): 
      Mietrechtsstreit - Wie berechnen sich die Gerichtskosten? 


      Redaktion


      Hinweis

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