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Unrechtmäßiger Besitz einer Mietwohnung - Bedeutung im Mietrecht

Unrechtmäßiger Besitz: Davon spricht man, wenn jemand etwas — im Mietrecht eine Wohnung — für sich nutzt, ohne dass er ein Recht hat, das zu tun. 

Im Mietrecht ergibt sich das Recht zum Besitz, also das Recht, das Eigentum des Vermieters für sich zu nutzen, für den Mieter aus dem Mietvertrag.

Hausbesetzer - unrechtmäßiger Besitz, unerlaubte Nutzung von Wohnungen und Haus

Unrechtmäßige Besitzer im juristischen Sinne sind Hausbesetzer, die nie einen Mietvertrag hatten. 

  • Aber auch dann, wenn jemand zwar Mieter war, aber das Mietverhältnis infolge Kündigung beendet ist, wird er zum unrechtmäßigen Besitzer, wenn er aus der Wohnung nicht (rechtzeitig) auszieht, diese nicht an den Vermieter herausgibt.

Der Vermieter kann vom unrechtmäßigen Besitzer die Herausgabe der Wohnung verlangen und das gerichtlich durch Räumungsklage durchsetzen: 
Räumungsklage - Räumungsstreit 

Außerdem kann er eine Nutzungsentschädigung verlangen: 
Anspruch des Vermieters auf Nutzungsentschädigung 

Die Nutzungsentschädigung muss sich dann nicht an der bisher gezahlten Miete orientieren, sondern der Vermieter kann diese ggf. in Höhe der ortsüblichen "Marktmiete" durchsetzen - das ist die Miete, die bei einer Neuvermietung erzielbar ist. 

Hinweis


Wenn Sie im Zweifel sind, ob Ihr Mietvertrag noch wirksam ist, oder ob Sie vielleicht aus anderen Gründen, (etwa als Mitbewohner: Mitbewohner in der Mietwohnung - wer ist Mieter? ) berechtigt sind, in der Wohnung zu bleiben, nehmen Sie frühzeitig Beratung in Anspruch!



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