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Selbstmordgefahr, Suizidgefahr - kann sie eine Räumung abwenden?

Besteht beim Mieter die Gefahr von Selbsttötung, Selbstmord, Suizid, dann kann eine Räumung der Wohnung möglicherweise aufgeschoben werden.

Wenn ein Vermieter gekündigt hat, die Räumung der Wohnung verlangt, muss darüber im Streitfall ein Gericht entscheiden. Wenn die gesetzlichen Voraussetzungen für eine wirksame Kündigung vorliegen, kann ein Räumungsurteil ergehen, manchmal wird auch ein Räumungsvergleich geschlossen. Der Vermieter kann dann verlangen, dass dieses Urteil, dieser Vergleich durchgesetzt, vollstreckt wird.

Vollstreckungsaufschub bei Selbstmordgefahr

Der drohende Verlust der Wohnung kann zu schweren Ängsten beim Mieter, bei der Mieterin führen, bis hin zu der Gefahr des Suizids, der Selbsttötung.  Es reicht aber nicht die Behauptung, der Mieter werde sich etwas antun, sondern die Gefahr muss belegt werden, insbesondere durch ärztliches Attest.

  • In einem solchen Fall kann die Räumung erst einmal ausgesetzt werden, damit das Gericht ein Gutachten einholen kann.
Hinweis

Konsequenzen bedenken:
Wenn bei einem Mieter eine ernsthafte psychische Störung vorliegt, die (zur Zeit) gegen eine Räumung spricht, verlangen die Gerichte meist, dass sich der Mieter in eine Therapie begibt.

Selbsttötung angedroht - Konsequenzen, Folgen

 

 


Redaktion


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