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Mangel - Mieter verweigert Wohnungsbesichtigung - Kündigungsrisiko

Wenn der Mieter einen Mangel anzeigt, will häufig der Vermieter die Wohnung besichtigen oder durch jemand anderen besichtigen lassen. Die Besichtigung kann zwar begrenzt werden, sollte aber nicht verweigert werden, denn das kann das ein Kündigungsrisiko bedeuten.

Nicht nur der Vermieter selbst darf nach einer Mangelanzeige die Wohnung besichtigen

Der Vermieter selbst hat das Recht, sich den Mangel anzusehen, und der Mieter hat auch ein Interesse daran, dass das geschieht, damit der Mangel dann beseitigt wird.

  • Der Vermieter muss den Mangel aber nicht selbst in Augenschein nehmen, sondern kann auch andere damit beauftragen. 

Besichtigung des angezeigten Mangels durch Hausverwalterin oder Rechtsanwalt

Der Vermieter kann seine Hausverwaltung beauftragen, den Mangel zu besichtigen, oder auch seinen Rechtsanwalt. In einem gerichtlich entschiedenen Fall wollte der Mieter aber weder der Hausverwalterin noch dem Anwalt des Vermieters die Besichtigung erlauben, weil er meinte, nur der Vermieter selbst oder ein Fachhandwerker dürften die Besichtigung durchführen. Mehrere Besichtigungstermine scheiterten, der Vermieter erteilte eine Abmahnung.

Mieter verweigert Besichtigung - Kündigung

Als der Mieter weiterhin den beauftragten Personen keine Besichtigung ermöglichte. kündigte der Vermieter das Mietverhältnis. Das Landgericht Berlin entschied am 2.6.2017 (Az. 63 S 316/16), die Kündigung habe das Mietverhältnis beendet. Der Mieter habe kein Mitbestimmungsrecht bei der Wahl der Maßnahmen zur Mangelbeseitigung und der beteiligten Personen.


Redaktion


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