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Fotos, Video in bewohnter Wohnung wegen Vermietung, Verkauf

Wenn ein Wohnungsmietvertrag gekündigt, aber die Wohnung noch bewohnt ist, dann darf der Vermieter (oder ein Makler) sich nicht das Recht herausnehmen, Fotos zu machen oder ein Video zu drehen. 

  • Das gilt auch, wenn eine vermietete Eigentumswohnung verkauft werden soll. 
  • Es ist gleichgültig, ob durch Fotos oder ein Video eine Neuvermietung leichter wird, oder ob die Wohnung besser, schneller verkauft werden kann.
Hinweis

Wer gegenüber dem Vermieter oder einem Makler die Erlaubnis für Fotos oder Videos erteilt, muss damit rechnen, dass auch unangenehme Fotos, Aufnahmen entstehen können, öffentlich im Netz verbreitet werden, bzw. Kaufinteressenten, Mietinteressenten gezeigt werden.

Wenn der Vermieter Fotos der vermieteten Wohnung machen will -  Eingriff in Privatsphäre

Wird trotz Verbots versucht Fotos in der bewohnten Wohnung zu machen oder ein Video zu drehen, so können Sie die betreffende(n) Person(en) aus der Wohnung weisen, da Sie dies nicht dulden müssen - Sie haben in Ihrer Wohnung das "Hausrecht": Hausrecht des Mieters - Was bedeutet das?

Hinweis

Eine beabsichtigte Veröffentlichung von Innenaufnahmen oder eines Videos einer vermieteten, noch bewohnten Wohnung verletzt die Privatsphäre des Mieters, der Mieter muss keine Zustimmung erteilen.

Fotos in bewohnter Wohnung wegen Neuvermietung, Verkauf - Verletzung Persönlichkeitsrecht

Ein Vermieter war nicht damit einverstanden, dass ihm Fotoaufnahmen vom Mieter verboten worden waren. Das Landgericht Frankenthal (AZ: 2 S 218/09) gab dem Mieter recht: 

  • Fotos einer bewohnten Wohnung verletzen das Persönlichkeitsrecht, und ein Mieter muss sich einen solchen Eingriff in die Privatsphäre nicht gefallen lassen. 

Eine Ausnahme hiervon kann es nur geben, wenn mit Fotos Schäden in der Wohnung dokumentiert werden sollen.

Fotos, Video der vermieteten Wohnung, damit die Eigentumswohnung besser zu verkaufen ist

Das Amtsgericht Steinfurt (AZ: 21 C 987/13) hatte sich mit einem ähnlichen Fall zu beschäftigen. 
Der Vermieter argumentierte: Ohne Veröffentlichung von Fotos im Internet sei ein zeitgemäßer Verkauf nicht möglich. 

  • Die Klage gegen den Mieter auf die Duldung von Fotoaufnahmen in seiner bewohnten Wohnung wurde vom Gericht abgewiesen, da es sich um einen unzulässigen Eingriff in die Privatsphäre des Mieters handele.

Vermieter möchte Videoaufnahmen in der vermieteten Wohnung machen

Vorstehende Gerichtsentscheidungen sind auch auf die Duldung von Videoaufnahmen übertragbar.



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