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Überbelegung der Mietwohnung durch Kinder - Urteil AG München

Die Wohnungsnot, der Mangel an preiswerten Wohnungen, hat in München zu einer Kündigung wegen Überbelegung geführt.

Ehepaar lebt mit zwei kleinen Kindern in einer Einzimmerwohnung - Überbelegung

Ein Ehepaar lebte mit seinen beiden kleinen Kindern in einer rund 26 m² großen Ein-Zimmer-Wohnung, der Wohnraum hatte eine Größe von 16 m².

Im Mietvertrag war vereinbart, dass auf Grund der geringen Größe der Wohnung der Mieter nicht berechtigt sei, eine weitere Person in die Wohnung aufzunehmen, mit Ausnahme des Ehepartners.

Vermieter verlangt die Überbelegung der Wohnung zu beenden

Nachdem das gemeinsame Wohnen mit insgesamt 4 Personen in der 1-Zimmer-Wohnung aufgefallen war, erhielt der Mieter die Aufforderung (Abmahnung), die Überbelegung zu beenden, reagierte aber nicht darauf.

Daraufhin erfolgte die Kündigung. Weil der Mieter nicht auszog, reichte der Vermieter Räumungsklage beim Amtsgericht München ein.

  • Das Gericht (Az. 415 C 3152/15) bestätigte die Kündigung,  da durch die Überbelegung der Wohnung der Mieter gegen seine vertraglichen Pflichten verstoßen hat, tatsächlich jeder Person nur vier Quadratmeter Wohnraum zur Verfügung stehe, es sich deshalb um eine klare Überbelegung handele.
  • Das Gericht gewährte der Familie eine Räumungsfrist von 5 Monaten. 
Hinweis


Dieses Urteil ist ein sehr besonderer Fall und kann nicht einfach auf andere Fälle übertragen werden, denn immer sind die besonderen Umstände eines Einzelfalls zu berücksichtigen. 

Das Urteil ist sehr kritisch zu sehen, denn eigentlich sollte es nicht reichen, dass wegen Kleinkindern eine Kündigung des Mietvertrages wegen Überbelegung erfolgen kann.


Redaktion


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