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Aufzug defekt, außer Betrieb - Vermieter muss Fahrstuhl reparieren

Eine Mieterin hatte 1976 eine Wohnung in einem Haus mit Aufzug gemietet. Inzwischen war sie stark gehbehindert. Der Aufzug war defekt, aber der Vermieter weigerte sich wegen hoher Kosten eine Reparatur machen zu lassen - statt dessen entschloss er sich den Aufzug außer Betrieb zu nehmen.

Keine Instandsetzung, Reparatur des Fahrstuhls - Mieterin kann Wohnung nicht mehr verlassen

Ohne Aufzug konnte die Mieterin ihre im 4. Stock gelegene Wohnung nicht mehr verlassen.
Der Vermieter wurde mehrfach aufgefordert, dafür zu sorgen, dass der Aufzug wieder zu benutzen ist.

  • Dennoch weigerte sich der Vermieter, den defekten Aufzug instandsetzen zu lassen.

Hohe Reparaturkosten - kann Aufzug nicht nicht stillgelegt, außer Betrieb genommen werden

Das Amtsgericht München (AZ 425 C 11160/15) entschied:

Da die Wohnung mit der Ausstattung eines Fahrstuhls im Haus gemietet worden war, dürfe der Vermieter ihn nicht außer Betrieb nehmen, sondern müsse für Ersatz bzw. für eine Instandsetzung sorgen.

Hinweis


Wenn eine Wohnung mit Aufzug vermietet worden ist, kann der Vermieter nicht einfach später den kaputten Aufzug stilllegen, weil er die Kosten für die Reparatur sparen möchte, sondern er muss ihn reparieren und wieder in Betrieb nehmen, auch wenn sehr hohe Kosten für die Instandsetzung entstehen.

Zwischenzeitlich besteht in solchen Fällen ein Anspruch auf Mietminderung:
Höhere Mietminderung bei Krankheit, Behinderung möglich?

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Redaktion


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