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Geruchsbelästigung durch Rauchen - Mietminderung möglich?

Geruchsbelästigung durch Zigarettenrauch aus einer Nachbarwohnung kann zu einer Mietminderung berechtigen. Wenn Raucher ihrem Bedürfnis nachgehen, Nachbarn sich aber dadurch gestört fühlen, dann kann ggf. von ihnen verlangt werden, dass eine Beeinträchtigung anderer Mieter durch Zigarettenrauch zu vermeiden ist. 

Wenn Zigarettenrauch andere Nachbarn belästigt 

Sind andere Mieter, z.B. nachts, durch Geruchsbelästigungen gestört, so kann es sich um eine erhebliche Störung, einen erheblichen Mangel handeln.

Mietminderung wegen Geruchsbelästigung durch Rauchen 

Mieter hatten sich wegen häufig in ihr Schlafzimmer eindringenden Zigarettenrauchs gegenüber ihrem Vermieter beschwert. Abends und morgens kam es häufiger zur Geruchsbelästigung, weil in einer Nachbarwohnung, direkt unterhalb ihrer Wohnung, geraucht wurde.

Die Mieter forderten, dass der Vermieter den Mangel behebt, die Störung unterbleibt.

Gericht - Mieter hat Anspruch, dass Belästigungen durch das Rauchen unterbleiben

Das Landgericht Berlin (Az.: 65 S 362/16) bestätigte den Anspruch der Mieter und hielt deswegen eine Mietminderung um drei Prozent für gerechtfertigt.

Hinweis


Mieter dürfen davon ausgehen, dass der Vermieter eine nicht unerhebliche Belästigung durch rauchende Nachbarn abstellt. 

  • Ob dies tatsächlich gelingen kann, ist fraglich. Die Beweisführung ist schwierig und es kommt auf den Einzelfall an. Grundsätzlich: Nur bei Nachweis von erheblichen Geruchsbelästigungen kann eine Mietminderung überhaupt in Frage kommen.


Redaktion


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