Logo

Hundehaltung in der Mietwohnung - Zustimmung des Vermieters

Die Zustimmung zur Hundehaltung kann vom Vermieter nicht allein deshalb verweigert werden, weil der Hund schon vorher in die Wohnung geholt wurde.

Viele Wohnungs-Mietverträge sehen vor, dass für die Tierhaltung vorher die schriftliche Erlaubnis des Vermieters eingeholt werden muss.

Mietwohnung - ein generelles Verbot der Tierhaltung ist unwirksam

Wohnungsmietern kann nicht strikt die Tierhaltung verboten werden:
Bundesgerichtshof zum Verbot der Tierhaltung im Vertrag

Kleintiere sind ohnehin erlaubnisfrei.

  • In vielen Fällen muss der Vermieter auf die Anfrage des Mieters auch bei größeren Tieren eine Erlaubnis erteilen.
  • Es kommt immer auf die Umstände des Einzelfalls an, insbesondere die Verhältnisse in dem Haus, in dem die Mietwohnung liegt. Auch die Hunderasse kann eine Rolle spielen.
Hinweis


Die Haltung eines Hundes kann der Vermieter aus triftigen Gründen verweigern - allgemeine Befürchtungen des Vermieters, dass der Hund Probleme machen könnte, sind für ein Verbot nicht ausreichend:
Vermieter muss Mietern Hundehaltung erlauben - Urteil 

Tierhaltung in der Mietwohnung - vorherige Einholung der Erlaubnis ist erforderlich

Der Vermieter kann - z.B. im Mietvertrag - verlangen, dass Sie als Mieterin oder Mieter vor der Aufnahme des Tieres eine Erlaubnis einholen. Damit soll der Vermieter in die Lage versetzt werden, zu prüfen, ob gegen die Aufnahme des Tiers triftige Gründe sprechen.

Mieterinnen holten nicht vorher die Zustimmung des Vermieters wegen der Hundehaltung ein

Mieterinnen einer Wohnung wollten eine Dogge anschaffen und baten den Vermieter um die Zustimmung. Der Vermieter lehnte ab. Die Mieterinnen nahmen dennoch die Dogge auf und baten erneut um die Zustimmung. Auf die erneute Ablehnung des Vermieters erhoben die Mieterinnen Klage auf Erteilung der Erlaubnis.

Urteil zur Tierhaltung - Vermieter muss Zustimmung für Hundehaltung in der Wohnung erteilen

Das Amtsgericht Paderborn entschied durch Urteil vom 28.10.2019 (Az. 51 C 112/19 ), dass der Vermieter die Zustimmung erteilen muss.

  • Es sei nicht entscheidend, dass die Mieterinnen den Hund bereits aufgenommen hätten. Das sei zwar ein Fehler gewesen, aber es sei reiner Formalismus, wenn sie zunächst den Hund wieder abschaffen müssten, um ihn dann nach Erteilung der Erlaubnis wieder aufzunehmen. Es komme allein darauf an, ob triftige Gründe gegen die Aufnahme des Hundes sprechen.
    Kein Mieter hatte sich über den Hund beschwert, und vom Vermieter befürchtete denkbare Schäden durch das Tier im Treppenhaus seien durch eine Versicherung abgedeckt.

Das Amtsgericht Paderborn verurteilte den Vermieter, die Zustimmung zu erteilen

Hinweis


Andere Gerichte könnten durchaus das formale Argument führen, die Mieterinnen hätten eben nach der ersten Ablehnung zunächst ein Urteil erstreiten müssen.
Musterbrief - Bitte um Erlaubnis für ein Haustier



Redaktion


Hinweis

Durch Klick auf einen Tag erhalten Sie Inhalte zum Stichwort: