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Unwetter - Keller steht unter Wasser, was tun - Fragen zur Haftung

Sofort den Vermieter, die Hausverwaltung oder den Hausmeister informieren, dass durch das Unwetter der Keller unter Wasser steht.

  • Da es in solchen Fällen recht schnell gehen muss, kann man einfach auf das Telefon, die SMS, die eMail, das FAX zurückgreifen.

Die schnelle Information ist extrem wichtig, damit der Vermieter sich sofort um den Schaden und die Beseitigung kümmert - schließlich soll der Schaden gering gehalten werden.

Keller mit Wasser vollgelaufen - Vermieter, Hausverwaltung nicht zu erreichen

In solchen Fällen ist man als Mieter selbst gefordert. Ist viel Wasser eingedrungen ist, die Situation es erfordert:

Rufen Sie die Feuerwehr zum Auspumpen (ggf. auch eine Firma), damit der Schaden gering gehalten wird.

  • Durch ein starkes Unwetter sind in einer solchen Situation viele von Unwetterschäden betroffen - Feuerwehren, technisches Hilfswerk, sind überlastet - bis dann ein Keller ausgepumpt wird - das kann dauern. 
Hinweis


Wenn Sie durch Ihr Handeln den Schaden gering halten, vielleicht sogar den Keller selbst auspumpen können, dann handeln Sie nicht nur in Ihrem Sinn, sondern auch zu Gunsten des Vermieters.

Es kommt durchaus ein Ersatz Ihrer Aufwendungen in Frage, den der Vermieter oder die Hausversicherung / Wohngebäudeversicherung zahlen sollte.

Überschwemmung des Kellers - Schaden minimieren - Mieter können sofort Maßnahmen treffen

Sie müssen versuchen, den Schaden gering zu halten: 

  • Wichtige und wertvolle Dinge gleich aus dem Keller holen.
  • Nicht vergessen, dass Sie den Schaden dokumentieren, z.B. Fotos machen, Nachbarn als Zeugen hinzuholen. 
  • Je nach Lage für ein Auspumpen des Kellers sorgen.

Keller durch Unwetter mit Wasser voll gelaufen - Haftung für Schäden

Wenn es um die Wiederherstellung der Substanz und die in der Folge entstehenden Kosten geht, der Keller erst dadurch wieder nutzbar wird, dann ist für solche Maßnahmen,

- wie den Keller auspumpen,

- Kellerwände trocknen,

- Schlamm und Schmutz beseitigen,

- Trocknungsgeräte aufstellen,

der Vermieter gefordert - er muss den Keller wieder nutzbar machen.

Überschwemmung im Keller durch Unwetter - Haftung des Vermieters?

Sind im Keller gelagerte Sachen in einem mitgemieteten Keller beschädigt, zerstört worden: Für Schäden an Ihren Sachen, Ihrem Hausrat, ist der Vermieter nicht verantwortlich. 

Der Vermieter muss in aller Regel hierfür keine Kosten tragen, hat keine Haftung.

Ausnahme:
Ein baulicher Mangel führt zur Überschwemmung - die Haftung des Vermieters ist dann möglich.

Keller steht unter Wasser - Hausrat ist beschädigt - Zahlt die Versicherung?

Sie sollten dann über Ihre Hausratversicherung prüfen, ob diese den Schaden übernimmt. 

  • Haben Sie eine Elementarschadenversicherung abgeschlossen (kann auch in Verbindung mit der Hausratversicherung bestehen), dann ist eine Schadensregulierung möglich.
  • Die Elementarschadenversicherung deckt in der Regel Schäden ab, die durch Starkregen, Überschwemmung entstehen.
    - Es gibt besondere Bedingungen:
    Z.B. sehen Versicherungen vor, dass Gegenstände nicht direkt auf dem Kellerboden stehen dürfen - prüfen Sie die Bedingungen!
  • Für zerstörte Sachen wird meist nicht der Neuwert, sondern immer nur der Wiederbeschaffungspreis für Hausrat usw. bezahlt.
Hinweis


Trotzdem sollten Sie den Vermieter über Schäden an Ihrem Eigentum informieren.

Es kann möglich sein, dass Gebäudeversicherungen etwas vom Schaden übernehmen. Bitten Sie Ihren Vermieter, dass er bei seiner Gebäudeversicherung nachfragt.

Überschwemmung des Kellers eines Hauses - immer wieder nach Starkregen unter Wasser

In solchen Fällen kommt eine Haftung des Vermieters in Betracht. Es ist nicht auszuschließen, dass die Überflutung des Kellers die Folge eines baulichen Mangels ist. 

Würde ein baulicher Mangel zuverlässig festgestellt werden, dann kommt eine Haftung des Vermieters für Schäden am Eigentum des Mieters in Frage. 

Hinweis


Ist ein Keller nicht nutzbar, dann kommt eine Mietminderung in Frage. Die Minderung ist in aller Regel nicht hoch - für einen überfluteten Keller wurden für die Zeit der nicht möglichen Nutzung seitens eines Gerichts 5 Prozent Mietminderung zugesprochen.




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