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Kündigung Mietvertrag, Nutzungsvertrag durch Genossenschaft

Grundsätzlich gilt auch für die Bewohner, deren Vermieter eine Genossenschaft ist, das Wohnraummietrecht. 

Genossenschaft kündigt Nutzungsvertrag - es gilt das gesetzliche Mietrecht

Ohne Bedeutung ist, ob Ihr Vertrag die Überschrift "Mietvertrag" oder "Nutzungsvertrag" hat. Wenn nicht ausnahmsweise ein Zeitmietvertrag oder ein Mietvertrag mit besonderer Verlängerungsklausel geschlossen worden ist, gilt:

Der Mietvertrag kann von der Genossenschaft nur gekündigt werden, 

  • wenn Sie Ihre Pflichten aus dem Mietvertrag erheblich verletzt haben
    (hier kann aber auch eine besondere Rücksichtnahmepflicht der Genossenschaft bestehen, die eine Kündigung erschwert) -  
  • oder wenn sonst ein besonderes Interesse der Genossenschaft daran besteht, Ihren Mietvertrag zu beenden. 
  • Eine Eigenbedarfskündigung kommt nicht nicht in Betracht, weil eine Genossenschaft selbst nicht "wohnt". 
Hinweis


Viele Genossenschaften sind durch ihre Satzung verpflichtet, vorrangig Genossenschaftsmitglieder mit Wohnraum zu versorgen.
Das kann zu einem Kündigungsrisiko führen, wenn Sie die Wohnung aufgrund eines Eintritts in die Genossenschaft bekommen haben, und diese Mitgliedschaft später von Ihnen oder von der Genossenschaft beendet wird.

Sie selbst können übrigens Ihren Vertrag nach den allgemeinen gesetzlichen Regeln als Mieter oder Nutzer kündigen. Allerdings bleibt Ihr Genossenschaftsanteil in diesem Falle meist noch für längere Zeit gebunden, kommt erst später zur Auszahlung.




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