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​​​​​​​Stalking - Belästigung durch Nachbarn, andere Mieter

Stalking kann vorliegen, wenn Sie als Mieter im Haus (z.B. im Treppenhaus) bzw. im Bereich Ihrer Mietwohnung immer wieder verfolgt oder bewusst belästigt werden.

Stalker greifen in die Privatsphäre ein, belästigen z.B. auf der Terrasse, auf dem Balkon, im Garten, auf der Straße und das über längere Zeit und häufig.

Der Vermieter soll das Stalking unterbinden

Ein mietrechtliches Thema ist Stalking nur dann, wenn die Person, die Ihnen nachstellt, Sie belästigt Mieter / Mieterin in demselben Mietshaus, der Wohnanlage ist.

Gegen bewusste Belästigung(en) müsste der Vermieter vorgehen - wenn dem anderen Mieter diese Übergriffe konkret vorgehalten und im Streitfall auch zu beweisen sind. 

Tipp


  • Bei Belästigungen sollten Sie genau aufschreiben, was und wann etwas geschehen ist.
  • Prüfen Sie ob diese Übergriffe zu beweisen sind, Sie Zeugen haben.

Stalking durch Nachbarn, andere Mieter in demselben Mietshaus, der Wohnanlage

Bewusste, absichtliche Belästigungen durch andere Mieter ist ein Übergriff und stört den Hausfrieden im Mietshaus.
Hausfriedensstörung durch Nachbarn

Hinweis


Es ist nicht so einfach, festzustellen, ob der Nachbar nur zufällig, weil eben sein Balkon oder Fenster auch in diese Richtung geht, auch mal auf Ihren Balkon oder in Ihren Garten schaut, wenn Sie dort liegen, oder ob er wirklich bewusst immer wieder und länger herüberstarrt.

  • Wenn durch Fenster hereingesehen wird, kann es helfen, eine Spiegelfolie aufzukleben, die nur den Blick hinaus erlaubt, nicht den Blick hinein.
  • Bei einer Terrasse kann ein mobiles Sonnensegel gegen unerwünschtes Beobachten helfen.

Fernglas, Fotos, Filmaufnahmen durch Nachbarn im Mietshaus

Ein verbotener Übergriff ist es grundsätzlich, wenn Ihr Nachbar / Ihre Nachbarin ein Fernglas benutzt, Fotos oder Filmaufnahmen von Ihnen, Ihrer Familie macht.

Muss der Nachbar erst auf eine Mauer oder eine Leiter klettern um Sie zu beobachten, kann man damit gut nachweisen, dass dies eben keine zufälligen Blicke sind, sondern Absicht.

Den Nachbarn ansprechen, Belästigung, Stalking beenden
Manchmal hilft es, wenn Sie - am besten in Gegenwart eines Zeugen -

  • den Nachbarn klar aber freundlich, also ohne beleidigend zu werden, ansprechen und auffordern, damit aufzuhören, sein Verhalten einzustellen.

Es kann durchaus sein, dass dem das Problem gar nicht bewusst ist, oder auch, dass es ihm peinlich ist, wenn es offen in Gegenwart eines anderen Nachbarn angesprochen wird - durch diese direkte Ansprache kann sich das Problem erledigen.

Bewusste Nachstellung - Belästigung durch Stalker - Beratung

Nehmen Sie eine Stalking-Beratung in Anspruch. Hier wird Ihnen mit Rat geholfen, wie Sie sich gegen Belästigungen, Stalker wehren können.
In Berlin z.B.​​​​​​​

    Wenn Sie die Übergriffe gut belegen können, wenden Sie sich an den Vermieter und fordern Sie ihn auf, dass er sich bemüht, dieses Verhalten des Nachbarn zu unterbinden.

    Stalking - Störungen von Nachbarn, Stalker beweisen

    Man kann leicht auf die Idee kommen, den stalkenden Nachbarn bei seinem Verhalten zu fotografieren oder zu filmen.

    Achtung:
    Dadurch können Sie sich selbst strafbar machen, Persönlichkeitsrechte und auch den Datenschutz verletzen.
    Fotos als Beweis vor Gericht 

    • Am ehesten ist der Nachweis von Störungen bzw. Stalking durch Zeugen möglich.

    Stalking durch Personen, die nicht Mieter, Nachbarn im gleichen Haus sind

    Ist der Stalker nicht Mieter bei demselben Vermieter, dann kann der Vermieter dagegen rechtlich nichts unternehmen.

    Rechtliche Schritte gegen Stalker

    Stalking ist auch durch das Strafrecht verboten. 

    Sie können daher auch eine Strafanzeige erstatten. Aber auch Polizei und Staatsanwaltschaft können nur eingreifen, wenn Beweise vorliegen.

    Mit Hilfe eines Anwalts gegen Stalker vorgehen

    Damit Belästigungen aufhören: Den bestehenden Unterlassungsanspruch gegen Stalker kann man im Wege einer einstweiligen Verfügung oder einer Unterlassungsklage gerichtlich durchsetzen.

    Hierzu sollten Sie sich rechtlich beraten lassen - sie sollten Zeugen haben.

    Kommt es zu einer Klage: Den Kostenvorschuss muss der Kläger entrichten.

    Die entstehenden Kosten des Rechtsstreits, und zwar auch die der Gegenseite, hat derjenige zu tragen, der den Prozess verliert. 



    Redaktion


    Hinweis

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