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Gerichtsvollzieher mit Zustellung Brief, Schreiben beauftragen

Die Zustellung eines Schreibens durch einen Gerichtsvollzieher ist, wenn es um einen wirklich sicheren Beweis geht, die zuverlässigste Art, den Zugang beim Empfänger nachzuweisen.

Wie beauftrage ich den Gerichtsvollzieher für die Zustellung eines Briefes?

  • Der Auftrag für die "einfache" (also nicht die  "persönliche" Zustellung) erfolgt über die Zusendung des zuzustellenden Schreibens an das zuständige Amtsgericht – Gerichtsvollzieherverteilerstelle. 
  • Zuständig ist die Gerichtsvollzieher-Verteilerstelle des Amtsgerichts, wo der Empfänger seinen Wohnsitz hat. 
  • Die Anschrift (auch die Telefonnummer) des zuständigen Amtsgericht können Sie über die Datenbank, Orts- und Gerichtsverzeichnis ermitteln.
  • Wenn Sie Ihr Schreiben an die Verteilstelle senden, dann ist in der Regel sichergestellt, dass der Zustellungsauftrag zeitnah bearbeitet wird - die Verteilerstelle leitet den Auftrag an den zuständigen Gerichtsvollzieher. 
Hinweis


Das Schreiben darf sich nicht in einem verschlossenen Umschlag befinden, da der Gerichtsvollzieher den Inhalt kennen muss. Wenn es Ihnen möglich ist Kopien zu machen, legen Sie zwei Kopien dazu. Haben Sie keine Möglichkeit zum Kopieren, dann erledigt das der Gerichtsvollzieher, berechnet aber wahrscheinlich 0,50 Cent/Kopie.

Inhalt des Schreibens für das Beauftragen des Gerichtsvollziehers

In unserem Beitrag über die Beauftragung einer persönlichen Zustellung finden Sie einen Vorschlag, Mustervorlage für den Inhalt des Schreibens. 

  • Dieser Mustertext kann mit kleinen Änderungen auch für die Beauftragung einer einfachen Zustellung an die Gerichtsvollzieherverteilerstelle verwendet werden (Zusatz "persönlich" weglassen, an das Amtsgericht, Gerichtsvollzieher-Verteilerstelle adressieren)
Hinweis


Bedenken Sie: Vermieter reagieren sehr empfindlich, wenn durch einen Gerichtsvollzieher Briefe zugestellt werden. Manchmal geht es aber nicht (mehr) anders, das Verhältnis ist eh schon zerrüttet, der Vermieter hat sich schon in einer unredlichen Art und Weise gezeigt.

Welche Kosten entstehen für die einfache Zustellung eines Schreibens durch Gerichtsvollzieher?

Die Kosten für die Zustellung eines einfachen Schreibens durch den Gerichtsvollzieher betragen ca. 13,00 € - es können aber noch weitere Kosten hinzukommen.

Hier finden Sie die Übersicht zu möglicherweise zusätzlich entstehenden Kosten, z.B. Kopien.

Wie erfolgt die einfache Zustellung eines Briefes durch den Gerichtsvollzieher?

  • Wenn nicht ausdrücklich die persönliche Zustellung beauftragt ist, dann stellt der Gerichtsvollzieher das Schreiben über einen Zustelldienst (Post, PIN, usw.) zu und es wird eine Bescheinigung über die Zustellung ausgestellt (Postzustellurkunde). Der Gerichtsvollzieher verbindet dann alles zu einer Zustellungsurkunde und übersendet Ihnen die Urkunde.

Zustellungsurkunde des Gerichtsvollziehers gilt als Beweis für Übersendung vor Gericht
Aus der Zustellungsurkunde ersehen Sie, wann und durch wen die Zustellung an Ihren Vermieter erfolgte. Mit der Zustellungsurkunde können Sie dann im Streitfall vor Gericht beweisen, dass Ihr Schreiben zugestellt wurde.

  • Die Beurteilung der Rechtssicherheit: Sehr sicher

Eine Übersicht, als pdf. zum Download, welche Vor- und Nachteile verschiedenste Zustellungsarten bieten, finden Sie hier: 
Zustellungsnachweis - Sicherer Versand für Schreiben, Briefe 


Redaktion


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