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Öffentliche Zustellung einer Klage - unbekannte Anschrift des Mieters

Hat der Vermieter Forderungen gegen den früheren Mieter und ist ein Mieter unbekannt verzogen, ist trotz Nachforschungen die neue Anschrift nicht zu ermitteln, so können Vermieter mit der öffentlichen Zustellung der Klage ein Urteil gegen den (ehemaligen) Mieter erreichen.

Klage des Vermieters - Öffentliche Zustellung der Klage durch Aushang im Gericht

Die Klage wird im zuständigen Amtsgericht mit Aushang angebracht. 

  • In der Regel ist gegenüber dem Gericht nachzuweisen, dass Anstrengungen zur Ermittlung der neuen Anschrift des unbekannt verzogenen Mieters unternommen wurden.

Öffentliche Zustellung einer Klage - ein Monat nach Aushang im Gericht ist Zustellung erfolgt

Zugestellt ist eine Klage des Vermieters gegen den (ehemaligen) Mieter, wenn seit dem Aushang ein Monat vergangen ist.

  • Jede Klageerhebung - also auch der Aushang an der Gerichtstafel - hemmt die Verjährung.
  • Der Beklagtenseite (Mieter) wird vom Gericht zugleich eine Frist gesetzt, auf die Klage zu erwidern. 

Keine Reaktion des Beklagten auf Aushang der Klage im Gericht - Versäumnisurteil als Folge

  • Es kommt nicht darauf an, ob Ihnen als (ehemaliger) Mieter überhaupt nichts bekannt war von einer öffentlichen Zustellung, oder ob Sie zwar davon erfahren haben, aber nicht innerhalb der gesetzten Frist auf die Klage reagiert haben.
Hinweis


Sehr unangenehm ist in solchen Zusammenhängen, wenn Forderungen des Vermieters gar nicht oder nur zum Teil berechtigt waren:

  • z.B. wenn die seitens des Vermieters geforderten Renovierungsarbeiten unzulässig waren, oder Arbeiten viel zu teuer ausgeführt wurden.

Öffentliche Zustellung und Versäumnisurteil - Einspruch kann eingelegt werden

Öffentliche Zustellung einer Klage des Vermieters - Versäumnisurteil wird rechtskräftig

Ein rechtskräftiges Urteil verjährt erst in 30 Jahren. So lange könnte der bisherige Vermieter immer wieder Versuche unternehmen, aus dem Urteil gegen seinen ehemaligen Mieter zu vollstrecken.
ACHTUNG:

Bedenken sollte man, dass sich der Forderungsbetrag durch Zinsen, Anwaltskosten, Vollstreckungskosten usw. ständig erhöhen wird.

Hinweis


Wird gegen das Versäumnisurteil kein form - und fristgerechter Einspruch eingelegt, dann wird das Urteil rechtskräftig, ohne dass man sich dann nachträglich noch verteidigen könnte.



    Redaktion


    Hinweis

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