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Bauschutt, Baumaterial im Hof, auf Grundstück - Mietminderung?

Wenn im Rahmen von Baumaßnahmen des Vermieters Bauschutt anfällt, der auf dem Grundstück gelagert wird, und Mieter deshalb z.B. den gemeinschaftlichen Garten des Hauses, oder den Hof nicht mehr nutzen können, dann kann eine Mietminderung möglich sein.

Baustoffe, Bauschutt auf Grundstück - Vermieter will Mietminderung zurück bekommen

Der Vermieter klagte vor dem Amtsgericht Bad Segeberg (AZ 17 C 122/91) auf Zahlung von Miete, die der Mieter wegen einer Mietminderung einbehalten hatte.

  • Das Gericht kam in diesem Fall zum Ergebnis, dass die längere Lagerung von Bauschutt und Baumaterialien auf dem Grundstück ein erheblicher Mangel sei, hielt eine Mietminderung in Höhe von 10 % für berechtigt.  
Hinweis


Im Rahmen von Baumaßnahmen des Vermieters kann eine kurze Lagerung von Baumaterialien, eine kurzzeitige Zwischenlagerung von Bauschutt auf dem Grundstück von Mietern ohne Mietminderung zu dulden sein.

Zugang zum Grundstück, Nutzung, ist durch das Lagern von Bauschutt, Baustoffen behindert

Es kommt immer auf die Umstände des Einzelfalls an. 

  • Handelt es sich um einen erheblichen Mangel, z.B. weil Zugänge zum Haus versperrt sind, der Keller nicht erreichbar ist, etc., so sollten Sie sich rechtlich beraten lassen, wenn Sie die Miete mindern wollen, bzw. wie ein ordnungsgemäßer Zustand erreicht wird.
Tipp


  • Fällt Bauschutt bei einer zu duldenden Modernisierung an, dann sind die Kosten der Entsorgung Modernisierungskosten, die später in die Mieterhöhung einfließen.
  • Entsteht Bauschutt im Rahmen einer Modernisierung aber auch für vom Vermieter durchgeführte Reparaturen, Instandsetzungen (z.B. Entsorgung eines bereits zu Beginn der Maßnahme schadhaften Fassadenputzes), dann muss der Vermieter einen entsprechenden Kostenabzug für die Bauschuttentsorgung vornehmen:
    Kosten Instandsetzung, Instandhaltung sind keine Modernisierung



Redaktion


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