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Mülltrennung unzureichend - hohe Betriebskosten für Müllbeseitigung

Ist vertraglich vereinbart, dass die Betriebskosten vom Mieter getragen werden, dann gehören dazu auch die Kosten der Müllbeseitigung.

Im Falle einer unzureichenden Mülltrennung durch die Mieter eines Hauses können erhöhte Kosten als Betriebskosten für Müllbeseitigung, Müllabfuhr entstehen, die auf alle Mieter anteilig umgelegt werden.

Kostenbelastung für unzureichende Mülltrennung - Müllbeseitigungskosten als Betriebskosten

Viele Entsorgungsunternehmen setzen höhere Tarife an, wenn die Mülltrennung nicht ordentlich erfolgt, also z.B. gemischter Hausmüll in der Papiertonne oder in der Tonne für Verpackungsmüll landet oder Plastik in der Biomüll-Tonne - von den Entsorgungsunternehmen muss dies anschließend heraussortiert werden, es verteuert sich die Verwertung.

Dadurch werden häufig dem Vermieter erhöhte Müllbeseitigungskosten in Rechnung gestellt, die der Vermieter dann mit der Betriebskostenabrechnung auf die Mieter umlegt.

Betriebskostenabrechnung - Hohe Kosten für Müllabfuhr wegen schlechter Mülltrennung

Ein Mieter hatte sich gegen die Umlage der höheren Kosten gewehrt, mit dem Argument, er selbst trenne immer sorgfältig den Müll. Er klagte auf Rückzahlung der Mehrbelastung.

Betriebskostenabrechnung überprüfen - häufige Gründe für einen Widerspruch

Urteil - Erhöhte Kosten für Müllbeseitigung wegen schlechter Mülltrennung

Das Amtsgericht Frankenthal entschied mit Urteil vom 15.2.2019 (Az. 3a C 288/18 ), es sei in Ordnung, dass diese Kosten auf alle Mieter nach Flächenanteilen umgelegt werden.

Ebenso wie erhöhte Reinigungskosten auf alle Mieter umgelegt würden, auch wenn vielleicht einige Mieter mehr als andere zur Verschmutzung beitragen, könnten auch die erhöhten Müllbeseitigungskosten auf alle Mieter umgelegt werden.

  • Der Vermieter habe auch nachgewiesen, dass er sich ausreichend bemüht hatte, die Mieter zur Mülltrennung angehalten hatte, sie darüber informiert hat.
Hinweis


Anders könnte es sein, wenn sich nachweisen lässt, wer die höheren Kosten verursacht. Das dürfte aber aus praktischen Gründen meist ausgeschlossen sein.



Redaktion


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