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Rauchen in der Mietwohnung, Schäden - Schadenersatz an Vermieter

Wenn der Vermieter bei Rückgabe der Wohnung feststellt, dass wegen starken Rauchens des Mieters die Tapeten, die Anstriche der Wände, lackierte Fenster und Türen durch Nikotinablagerungen stark vergilbt sind, so kann ein Renovierungsanspruch bzw. Schadenersatzanspruch des Vermieters bestehen.

  • DerAnspruch auf Schadenersatz besteht auch, wenn sich Rauchgeruch als Folge starken Rauchens der Mietpartei in der Wohnung sozusagen "festgesetzt" hat, durch nomale Renovierungsarbeiten nicht zu beseitigen ist. - Eine solche Wohnung kann meist nicht ohne weiteres weitervermietet werden.

Unwirksame Renovierungsklausel - Schönheitsreparaturen wegen verrauchter Wohnung

Schadenersatzzahlungen bzw. die Ausführung von erforderlichen Renovierungsarbeiten, können auch dann auf den Mieter zukommen, wenn die im Mietvertrag enthaltenen Regelungen zur Vornahme von Schönheitsreparaturen unwirksam sind.

Dies selbst dann, wenn eine Wohnung an den Mieter bei Einzug unrenoviert übergeben wurde, in der folgenden Mietzeit durch das Rauchen des Mieters Schäden entstanden sind, die nicht mehr im mit  normalen Renovierungsarbeiten beseitigt werden können - es kann sogar eine Erneuerung des Innenputzes erforderlich sein.

Vermieter klagt auf Schadenersatz wegen durch starkes Rauchen beschädigter Wohnung

Das Amtsgericht und Landgericht Hannover lehnten zunächst den Schadenersatzanspruch des Vermieters, wegen der im Mietvertrag enthaltenen unwirksamen Renovierungsklausel ab. 

Der Bundesgerichtshof (Az. VIII ZR 242/13) verwies in der Revision das Verfahren an das Landgericht zurück, da weitere Umstände des Falles zu klären seien. 

Schäden durch starkes Rauchen in der Mietwohnung - Mieter soll Instandsetzung bezahlen

Das Landgericht Hannover (Urteil v. 29.02.2016, Az. 12 S 9/13) verurteilte dann den Mieter, doch Schadenersatz an den Vermieter zu zahlen. 

  • Durch das exzessive Rauchen des Mieters sei die Bausubstanz der Wohnung geschädigt worden. Dadurch seien Instandsetzungsarbeiten erforderlich, für die der Mieter aufkommen müsse, Schadenersatz zu zahlen habe.

Starkes Rauchen - Entfernung des Wandputzes wegen Rauchgeruch kann erforderlich sein

Nach Überzeugung des Gerichts musste in diesem Fall der Innenputz der Wohnung erneuert werden, denn durch das alleinige Auftragen einer Nikotinsperre auf dem Innenputz hätte der Rauchgeruch nicht beseitigt werden können. 

Mieter muss hohen Schadenersatz für von ihm verursachte Schäden durch Rauchen zahlen

Der Vermieter bekam Schadenersatz für:
Das Abschlagen und die Erneuerung des Wandputzes, Mietausfall, Malerarbeiten und Reinigungskosten. 


Redaktion


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