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Grobe Fahrlässigkeit, Verschulden des Mieters - Folgen und Haftung

Verschulden einer groben Fahrlässigkeit liegt vor, wenn jemand sehr unsorgfältig ist und nicht beachtet, was jedem sofort einleuchten muss, unter die Kategorie fällt: "Sowas darf nicht passieren".

Brand in der Mietwohnung - grobe Fahrlässigkeit des Mieters als Ursache?

Wurde z.B. ein Brand in der Mietwohnung durch grobe Fahrlässigkeit verursacht (z.B. Pfanne mit Fett auf Herd war längere Zeit unbeaufsichtigt), dann kommt eine Haftung des Mieters gegenüber dem Vermieter, auch gegenüber Nachbarn in Frage und Mieter haben ggf. durch grobe Fahrlässigkeit entstandene Schäden zu ersetzen.

Tipp

Melden Sie einen solchen Schaden in jedem Fall Ihrer privaten Haftpflichtversicherung. Eine Regulierung von gegenüber Dritten entstandenen Schäden ist möglich, wenn der Ausschluss einer groben (meist dann auch die einfache) Fahrlässigkeit in der privaten Haftpflichtversicherung vereinbart ist.

  • Die Verpflichtung zum Schadenersatz besteht aber immer, wenn der Schaden vorsätzlich herbeigeführt wurde.
Hinweis


Ein grob fahrlässiges Verhalten des Mieters kann zu einer Kündigung, auch zu einer fristlosen Kündigung des Mietvertrags führen. Solche Fälle sind immer sehr schwierig. Der Einzelfall muss sehr genau geprüft werden.

Beispiele für ein grob fahrlässiges Verhalten des Mieters - Gefährung der Mietsache

  • Kamin, Kerzen, Zigaretten oder andere offene Feuerquellen wurden aus den Augen gelassen
  • Heizgeräte (Kaffeemaschine, Bügeleisen, Herd, etc.) blieben länger unbeaufsichtigt
  • Kinder wurden unbeaufsichtigt in der Wohnung gelassen und haben einen Brand verursacht („Feuerspiele“)

Leichte Fahrlässigkeit kann jedem passieren - niemand ist immer hundertprozentig konzentriert und achtsam, auch beim Entstehen eines Wohnungsbrandes kann es sich um leichte Fahrlässigkeit handeln.

Grobe Fahrlässigkeit - Versäumung einer Pflicht, unsorgfältiges Handeln

Eine gewisse Aufmerksamkeit und ein Bedenken von Folgen wird erwartet.

  • Wird im Einzelfall sehr unsorgfältig, grob fahrlässig gehandelt - oder eine notwendige Handlung unterlassen, -  dann kann daraus eine Haftung und Verpflichtung zum Schadenersatz entstehen.

Beispiele für grobe Fahrlässigkeiten


  • Wenn Ihnen auf der Treppe die Ölflasche herunterfällt und zerbricht, müssen Sie die Öllache sofort beseitigen und notfalls - bis Sie eine Reinigung durchführen können -, das Ihnen zumutbare tun - z.B. den Bereich absperren, damit niemand stürzt.
  • Wenn der Handwerker am Heizungsrohr schweißt, muss er vorher dafür sorgen, dass Ihr Vorhang nicht zu dicht daneben hängt. 
  • Wenn der Vermieter weiß, dass von der Fassade Teile herunterfallen können, dann muss er sofort für eine Absperrung und so rasch wie möglich für eine (Not)-Reparatur sorgen.


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