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Mietwohnung behindertengerecht umbauen - Barrierefrei Wohnen

Der Mieter muss den Vermieter für einen behindertengerechten Umbau der Wohnung um Erlaubnis fragen. 

Hinweis


Genehmigen muss der Vermieter diesen Umbau im Rahmen der Mietermodernisierung, wenn dieser für die behindertengerechte Nutzung der Wohnung erforderlich ist: Behindertengerechter Umbau der Mietwohnung - Zustimmung Vermieter.

Der Vermieter kann aber auch selbst solche Maßnahmen durchführen und dafür eine Mieterhöhung verlangen.

Berechtigtes Interesse des Mieters - Mietwohnung barrierefrei, behindertengerecht umbauen

Der Vermieter muss in der Regel Maßnahmen für barrierefreies Wohnen genehmigen, wenn Mieter ein berechtigtes Interesse daran haben, dieses nachweisen können. Das berechtigte Interesse ist dann gegeben, wenn ein Mieter, ein Angehöriger oder der Lebensgefährte behindert ist und für die Nutzung der Wohnung ein behindertengerechter Umbau notwendig ist. 

Barrierefreie Wohnung - Vermieter gibt keine Zustimmung zum Umbau, für Einbauten

Der Vermieter kann seine Zustimmung nur dann verweigern, wenn er ein wirklich begründetes Interesse gegen die geplanten baulichen Veränderungen vorbringen kann.

Baumaßnahmen im Sinne einer Barrierefreiheit bzw. Barrierereduzierung der Mietwohnung

Z.B.:

Barrierefreie Umbauten, Einbauten - Am Ende des Mietvertrags besteht Pflicht zum Rückbau

Bei Beendigung des Mietvertrages besteht in der Regel die Pflicht zum Rückbau durch den Mieter für die durchgeführten baulichen Veränderungen.

Hinweis


Um Streit und Ärger zu vermeiden, sollten Sie mit dem Vermieter immer eine eindeutige Regelung für den Fall des Auszuges vereinbaren!

Inhalt der Vereinbarung: 

  • Was darf als bauliche Veränderung verbleiben, was muss in den ursprünglichen Zustand zurückversetzt werden?
Mietvertragsende: Auch eine Vereinbarung über den Erwerb von Einbauten durch den Vermieter, gegen Bezahlung des Zeitwerts an den Mieter, ist möglich.

Barrierefreies Wohnen, Mietvertragsende - Vermieter kauft die Einbauten vom Mieter

Der Idealfall: Der Vermieter erklärt sich in der Vereinbarung bereit, für Maßnahmen, die zu Mietvertragsende in der Wohnung verbleiben können, den Zeitwert als Ausgleich für die vom Mieter bezahlten Umbaumaßnahmen zu leisten. 

Im Rahmen einer solchen Vereinbarung ist es nicht ungewöhnlich, wenn Vermieter eine zusätzliche finanzielle Sicherheit (Erhöhung der Kaution) verlangen, um nach Beendigung des Mietverhältnisses den Rückbau in der Mietwohnung auch selbst durchführen zu können, falls der Mieter dies nicht tun sollte.

Tipp


Maßnahmen, die dazu führen, dass die Wohnsituation des Betroffenen für die Pflege, das Leben in der Wohnung erleichtert wird, können bezuschusst werden, z.B. von der Pflegekasse, auch vom Sozialamt.

Der Antrag muss vor der Durchführung von Baumaßnahmen für die behindertengerechte Nutzung der Mietwohnung gestellt werden.

Der Zuschuss zu den Kosten für bauliche Veränderungen und Einrichtung beträgt seitens der Pflegekasse z.Zt. maximal 4.000 €. Darunter fallen:

  • Barrierefreier Umbau, behindertengerechte Anpassung der Wohnung: Z.B. eines Bades durch Ersatz der Badewanne mit einer bodengleichen Dusche, Anpassung der Höhe der Toilette, Haltegriffe, rutschhemmende Bodenfliesen, Installation eines unterfahrbaren Waschbeckens, usw.
  • Auch der Umzug in eine behindertengerechte Wohnung kann bezuschusst werden.
  • Der Antrag muss vor dem Umzug bei der Pflegekasse oder z.B. auch beim Sozialamt gestellt werden. 
  • Beihilfe, Zuschüsse, eine Erstattung von Umzugskosten, ist auch durch weitere Leistungsträger möglich - dies sollte dann gemäß der individuellen Situation zuvor über eine fachliche Beratungsstelle geklärt werden. Beratungsstellen können z.B. beim Gesundheitsamt bestehen, auch bei paritätischen Landesverbänden, dem Roten Kreuz usw.
    Ratgeber für Menschen mit Behinderungen

Redaktion


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